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Orphée et Eurydice

© Marie-Luise Manthei
Der neue französische Orphée ist deutlich dramatischer als der Wiener Orfeo, was vor allem an den neuen Rezitativen liegt. © Marie-Luise Manthei

"In allen Köpfen herrscht infolge dieses Ereignisses eine so außer ordentliche Gärung, dass man es sich kaum vorstellen kann" schreibt die 19-Jährige Marie Antoinette kurz vor ihrer Thronbesteigung über den Sensationserfolg, den der 60-Jährige Gluck 1774 mit seiner Iphigenie en Aulide in Paris erringt. Und mit der französischen Neufassung von Orfeo ed Euridice, 1762 für Wien als Reformoper geschrieben, übertrifft er diesen Erfolg im gleichen Jahr noch. Erst zwei Jahre zuvor hatte ihn Marie Antoinette nach Paris eingeladen, um die im eigenen Land stark angefeindete französische Oper zu erneuern. Der neue französische Orphée ist deutlich dramatischer als der Wiener Orfeo, was vor allem an den neuen Rezitativen liegt. Orfeo ist nicht mehr Kastrat: Ein Tenor überwindet nun den Tod mit seinem Gesang. Und eine große Ballettmusik setzt den Schlusspunkt unter das Werk, das wir erstmalig in Aachen aufführen, und zwar in einer halb-szenischen Fassung mit Originalinstrumenten.

Orfeo ed Euridice
23. Dezember 2016 bis 27. April 29017

Theater Aachen - Theaterkasse
Theaterplatz
52062 Aachen
fon: 0241 / 4784-244
Mo bis Sa 11 bis 19 Uhr
theaterkasse@mail.aachen.de
www.theater-aachen.de (Tickets online)