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Vorbereitungen zur Sanierung der Stützmauer an der Buchenallee

Die Stützmauer an der Buchenallee muss auf einer Länge von 350 Metern gesichert werden.

Es braucht nur einen gekonnten Griff von Kai Schön, schon löst sich der Ast der Buche und fällt zu Boden. Der Mitarbeiter der Baumkolonne des Stadtbetriebs steht im Korb des Hubsteigers in 30 Metern Höhe und entfernt das Totholz aus den Buchen. Sieben Mitarbeiter der Baumkolonne sind in diesen Tagen an der Buchenallee am Lousberg im Einsatz. Mit zwei Hubsteigern kontrollieren sie die zahlreichen Bäume und stellen das Lichtraumprofil wieder her.

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Hubsteiger im Einsatz: In 30 Metern Höhe entfernt Kai Schön das Totholz aus den Buchen. Fotos: Stadt Aachen/E.Bresser

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Gut erkennbar: Die Rinde hat sich bereits von den Ästen gelöst, ein Anzeichen dafür, dass der Ast abgestorben ist.

„Die Bäume haben in der Vergangenheit unter der Trockenheit sehr gelitten“, sagt Andreas Kotthäuser, Vorarbeiter der Kolonne, und erklärt so die zahlreichen abgestorbenen Äste, die teilweise ohne Maschinen aus den Buchen geholt werden.

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Stützmauer ist nicht mehr standsicher
Die Maßnahme an der Buchenallee ist der erste Schritt zur Sanierung der dortigen Stützmauer. Die gemauerte Stützwand entlang des Geh- und Wanderwegs ist in ihrer Standsicherheit gefährdet und soll durch eine talseitige Erdvorschüttung entlastet werden. Damit hätte die Mauer künftig erdstatisch nicht mehr ihre Funktion als Stützmauer.

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Wurzeleinschlüsse: Nachdem ein Teil des Wildwuchses entfernt war, wurde ersichtlich, wie Wurzeln teilweise durch die Mauer wachsen.

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Im Rahmen der Bauwerkskontrollen hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Straßenunterhaltung und Brückenbau des Stadtbetriebs in den vergangenen Jahren die abgängige Stützmauer beobachtet. „Nun befindet sie sich in einem Stadium, in dem die Verkehrssicherheit beeinträchtigt ist und dringender Handlungsbedarf besteht“, erklärt Barbara Siodmok, Bauleiterin und Brückenbauingenieurin des Stadtbetriebs.

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Eine große Menge Erdreich hat sich über die Jahre hinweg auf die Stützmauer gelegt.

Auf einer Länge von rund 350 Metern, ab Höhe des Kinderspielplatzes im Südosten bis zur Grenze des Müschparks, ist die Trockenmauer zum Teil in einem so schlechten Zustand, dass man faktisch nicht mehr von einem Bauwerk sprechen kann. Vielmehr ist es eher ein Konglomerat aus aufeinander liegenden Steinen mit Bewuchs. „Es haben sich stellenweise Hohlräume bis zu 50 Zentimetern Tiefe gebildet“, erklärt Siodmok. „Darüber hinaus weist die Mauer Steinversätze und Verformungen auf. Die Mauer hat im gesamten ihr Lebensalter erreicht und ist abgängig.“

Verschiedene Optionen geprüft
Um den genauen Zustand beurteilen zu können, hatten Patrick Muyreres und Ralph Übernickel, Mitarbeiter des Bereichs Brückenunterhaltung, Teile der Stützmauer freigelegt. Erdreich hatte sich über die Jahre angehäuft und Brombeeren, Eschen sowie Hagebutten wuchsen wild und tragen nun so zur fehlenden Standsicherheit der Mauer bei. „Wir sehen hier beispielsweise die Wurzel einer der oben stehenden Buchen herauswachsen“, beschreibt Andreas Kotthäuser die Situation. Nun müsste die Stelle abgesichert werden, bevor die Steine Stück für Stück abgetragen werden, um die Wurzel zurückzuschneiden und die Steine im Anschluss erneut einzusetzen und zu befestigen. „Dabei dürfte die Buche natürlich nicht beschädigt werden“, betont Kotthäuser. Verschiedene Sanierungsoptionen wurden daher abgewogen. Mit der beabsichtigten Erdvorschüttung könnten unter anderem Schäden an den Bäumen vermieden werden.

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3.000 Tonnen Erdreich anschütten
Damit die künftigen Baufahrzeuge die Bäume nicht beschädigen, erfolgen im Baubereich Pflege- und Rückschnitte. Die beabsichtigte Aufschüttung soll von Seite der Buchenallee erfolgen. Hier würden leere Baumfelder als Abladestelle für das benötigte Erdreich, insgesamt rund 3.000 Tonnen, genutzt. Das angelieferte Bodenmaterial könnte dann vor der Wand mit Raupenbagger mit Kettenantrieb querverteilt werden.

Historischen Handlauf erhalten
Beabsichtigt ist, die Sanierung im Sommer 2021 umzusetzen. Mit der Unteren Denkmalbehörde, der Lousberggesellschaft, dem Umweltamt und den Pächtern der anliegen Grünflächen wird das Vorgehen derzeit abgestimmt. So wurde unter anderem festgestellt, dass durch die Herstellung der Böschung eine Absturzsicherung entbehrlich wird. Daher kann der vorhandene historische Handlauf aus gestalterischen Gründen erhalten bleiben. Aus Gründen des Denkmalschutzes soll auch die Mauerkrone mit einem kleinen talseitig freibleibenden Teil des Wandkopfes sichtbar bleiben. Damit wird das Erscheinungsbild von der Buchenallee aus beibehalten.