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Aachener Stadtbetrieb rüstet die Stadt für den Winter

7.30 Uhr, der Wagen fährt vor. Drei Mitarbeiter der Stadtgärtnerei öffnen die Ladeklappe des Lkw und der Blick wird frei auf beladene Pflanzwagen. Doch es ist nur ein Bruchteil dessen an Blumen, welche zu zehntausenden in diesen Tagen das Gewächshaus an der Krefelder Straße verlassen. Um diese Uhrzeit sind bereits die ersten Reinigungskolonnen in der Stadt unterwegs. Und während die Sonne langsam aufgeht, schrauben die Kfz-Mechaniker an Winterdienstfahrzeugen. Die Mitarbeiter des Aachener Stadtbetriebs bereiten das Stadtgebiet auf den Winter vor.

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Blütenpracht: Zwischen dem Herbstlaub setzen sich nun deutlich Stiefmütterchen, Erika und Silberblatt ab.

Die Blumen

Rosa, gelb, violett und weiß: 70.000 Pflanzen verlassen in diesen Tagen die Stadtgärtnerei. Farblich verteilt auf die Stadtbezirke werden sie von den Grünkolonnen fachgerecht in die Beete in Parks und Grünflächen eingesetzt. So auch im Kaiser-Friedich-Park. 1800 Blumen werden an diesem Morgen von Nurgeldi Seyyedi, Mario Esser und Anette Sommer, der Teamleiterin Grünpflege Nord-West, eingesetzt. 900 Stiefmütterchen, 540 Silberblatt und 360 winterharte Erika bleiben nun bis zur Sommerbepflanzung in den Beeten des Eingangsbereichs.

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Sie setzen an diesem Morgen rund 2000 in die Beete des Eingangsbereichs am Kaiser-Friedrich-Park: Anette Sommer, Nurgeldi Seyyedi und Mario Esser. Insgesamt werden in diesen Tagen 70.000 Blumen im Stadtgebiet eingepflanzt. Foto: Stadt Aachen


Die Spiel- und Sportplätze

Während die einen Mitarbeiter aus dem Bereich Grünpflege neue Blumen in die Beete bringen, sind andere damit beschäftigt, Bäume und Sträucher zurückzuschneiden. Sowohl die Grünflächen als auch die Sport- und Spielplätze werden für die kalte Jahreszeit vorbereitet. Bänke werden neu gestrichen, Papierkörbe und Schilder gereinigt. Weil im Winter weniger Betrieb auf den Spielplätzen ist, haben die Spielplatzkontrolleure des Stadtbetriebs auch mehr Zeit für Unterhaltungsarbeiten – auch wenn weiterhin jeder der rund 230 Spielplätze in Aachen wöchentlich kontrolliert wird. Spielgeräte werden angestrichen und Flächen gesäubert. Ähnlich ist es bei den 35 Sportplätzen, an denen Gehölze zurückgeschnitten und Zäune instand gesetzt werden.

Das Laub

In kräftigen Farben leuchten die Blätter der Bäume – sowohl in den Baumkronen als auch auf Gehwegen und Straßen. Um auf letzteren die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, für die der Stadtbetrieb im Zuständigkeitsbereich verantwortlich ist, sind unter anderem die Kolonnen der Stadtreinigung unterwegs. Zu Fuß und mit Kehrmaschinen sorgen sie täglich dafür, dass Aachen sauber, aber auch sicher bleibt. Denn glatt ist es nicht nur bei Frost, sondern auch, wenn Blätter feucht werden. Allein 40 bis 50 Kubik Laub sammeln die Fahrer der Kehrmaschinen im Herbst täglich ein. Hinzu kommen die Blätter in den Park- und Grünanlagen. In diesen Bereichen ist diese Arbeit die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grünflächenpflege. Beispielsweise mit Laubsaugern pusten sie das Laub von den Wegen auf die Rasenflächen. Im vergangenen Jahr kamen so in diesen Bereichen 1500 Tonnen Laub zusammen.

Übrigens: Aachenerinnen und Aachener, die Laub in ihrem Garten gesammelt haben, können dieses unter anderem bei den Recyclinghöfen der Stadt kostenlos abgeben. Der Hof in Aachen-Brand, Camp Pirotte 50 (Zufahrt über Debyestraße) ist montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 19 Uhr sowie samstags von 8.30 bis 14 Uhr geöffnet. Grünschnitt und Laub können am Recyclinghof Aachen-Eilendorf, Kellershaustraße 10, montags bis freitags von 8.30 bis 18 Uhr sowie samstags von 8.30 bis 14 Uhr abgegeben werden.

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Zwischenleerung: Allein mit dem Kehrmaschinen werden derzeit täglich zwischen 40 und 50 Kubik Laub gesammelt.

Der Winterdienst

Dieter Lennartz hat ein ausgeklügeltes System. Seit Monaten arbeitet der Leiter des Geschäftsbereichs Abfallwirtschaft und Stadtreinigung mit seinem Kollegen Dieter Bohn an dem Plan für den Winterdienst 2015/2016. Insgesamt gilt es rund 1500 Kilometer Straße zu räumen, hinzu kommen Geh- und Fahrradwege, Kreuzungsbereiche, Brücken und öffentliche Plätze. Je nach Wetterlage sind dann bis zu 280 Mitarbeiter schichtweise im Einsatz.

Damit zum ersten Wintereinbruch alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden seit einigen Wochen die Fahrzeuge für den Winterdienst umgerüstet. Lenkbare Schilde werden an Lkw angebracht, Aufsätze auf Fahrzeuge gehoben, kleine Reparaturen gemacht. 750 Tonnen Streusalz, 35.000 Liter Natriumcloridsole und 200 Tonnen Granulat sind am Betriebshof Madrider Ring eingelagert. Lennartz und Bohn sind gut im Zeitplan. Wenn es nach ihnen geht, kann der Winter kommen.