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Premiere: „Neue Zeiten für Familie – Der Film“

Pressekonferenz Film "Neue Zeiten für Familie" (c) Stadt Aachen/Andreas Herrmann
Rund um den „Hauptdarsteller“ (v.l.): Oberbürgermeister Marcel Philipp, Professor Matthias Knezy-Bohm (FH Aachen), René Blanche (Aachener Schauspielschule), Elena Stiebler, Rouven Hupp und Aleksander Polig (alle Studierende der FH Aachen) und Moritz Stürtz (Cineplex Aachen).

Für eine Pressekonferenz des Aachener Oberbürgermeisters Marcel Philipp ist ein Kino ein eher ungewöhnlicher Ort – wie er auch selbst zugab – und trotzdem passend: Der Imagefilm der bundesweiten Großstadtinitiative „Neue Zeiten für Familie“ von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern deutscher Großstädte, die durch den Oberbürgermeister Philipp initiiert wurde, hat im Aachener Cineplex-Kino seine Deutschlandpremiere: Am kommenden Sonntag wird der dreiminütige Clip vor jeder Vorstellung laufen und ein den Wochen danach bei ausgewählten Vorstellungen. Gleichzeitig wird der Film allen teilnehmenden Städte zur Verfügung gestellt, um ihn auf ihren eigenen Webseiten zu präsentieren.

Der Film zeigt auf ungewöhnliche Weise, was Städte im Bereich der Familienzeitpolitik heute schon tun oder derzeit planen. Die Küche ist für viele Familien der zentrale Ort des Hauses: Hier trifft man sich, isst, plant, redet, lacht und streitet auch manchmal. Was lag also näher, als eine Küche – genauer gesagt den Kühlschrank – zum Hintergrund und „Hauptdarsteller“ für den Kurzclip der bundesweiten Initiative zu machen. FH Aachen, Fachbereich Gestaltung, und die Aachener Schauspielschule gemeinsam mit der Geschäftsstelle der Initiative, die bei der Stadt Aachen, angesiedelt ist, haben viele Ideen der Initiative in einem kurzweiligen Kurzfilm zusammengefasst. Der rund drei Minuten lange Clip, ist ab jetzt hier auf der Familien-Webseite der Stadt Aachen www.aachen.de/familie und auch auf der Facebookseite der Stadt zu sehen.

Clip als kleiner Baustein der wichtigen Initiative
„Der Clip ist natürlich nur ein kleiner Baustein der Initiative“, so Philipp zum gelungen Film. Er erläuterte noch einmal den Hintergrund von „Neue Zeiten für Familie“: Ob und wo eine Familie gegründet wird und lebt, hängt heute nicht nur von materieller Sicherheit oder dem Arbeitsplatz und der Infrastruktur ab. Immer wichtiger werden auch die Strukturen, die Familien helfen, Zeitkonflikte aufzulösen. Zeitstrukturen in Kommunen müssen familienorientiert gestaltet werden, so dass verlässlich mehr Zeit für die Familie bleibt – ein wichtiger Faktor für mehr Lebensqualität. „Die Zeiteinteilung von Familien hat sich in den letzten Jahren massiv verändert, vor allem in Haushalten mit zwei oder eineinhalb Verdienern. Es entsteht Zeitstress, weil sich alltägliche Dinge nicht synchronisieren lassen“, so der Oberbürgermeister, „und in großen Städten ist das Problem meist noch etwas größer.“ So würden längere Öffnungszeiten in KiTas oder dem Bürgerservice „derzeit heftig diskutiert“, so Philipp.

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister deutscher Großstädte haben deshalb Familienzeitpolitik als wichtiges Thema erkannt und gemeinsam die bundesweite Initiative gestartet. Sie dient dem Austausch von Ideen und Maßnahmen, um unsere Städte noch familienfreundlicher zu machen. Von 80 deutschen Großstädten haben sich über 40 der Initiative angeschlossen. „Es gibt viele kleine Lösungen und Ansätze, aber es ist sehr komplex“, weiß auch der Oberbürgermeister.

Tolles Studienprojekt
Professor Matthias Knezy-Bohm von der FH Aachen nannte dies auch als eine Herausforderung bei seiner Aufgabe: „Rund 40 Städte, die alle einen anderen Stand in der Familienzeitpolitik haben, andere Maßnahmen. Wir mussten schauen, dass wir nicht zu konkret werden aber trotzdem viele Themen anschneiden, damit der Film bundesweit funktioniert.“ Dabei hätten die Studierenden der FH die Idee und Umsetzung des Films weitgehend selbstständig erarbeitet. Vertont wurde der Film von der Aachener Schauspielschule, deren Leiter René Blanche sich nicht nur gefreut hat, bei dem Projekt dabei zu sein: „Die Studierenden und ich haben dabei auch ein wichtiges gesellschaftliches Thema neu entdeckt.“ Moritz Stürtz, Juniorchef des Cineplex, war begeistert von dem Ergebnis: „Wir sind ein Familienbetrieb, eine kulturelle Einrichtung und Familien sind eine wichtige Zielgruppe für uns“, erklärte er den Grund für das Engagement des Kinos. Er war aber auch cineastisch durchaus begeistert: „Wir arbeiten gerne mit jungen Filmemachern zusammen, vor allem bei so einem tollen Ergebnis.“

Weitere Informationen unter www.neue-zeiten-fuer-familie.de. Die Initiative „Neue Zeiten für Familie“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.