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Aktuelle Lage Stadt und StädteRegion Aachen zum Corona-Virus

20.55 Uhr: Aktuelle Mitteilung zur gestoppten Klassenfahrt (Sonntag, 1.3.20)

Schülerin nicht infiziert:
Zu den Kontaktpersonen eines positiv auf das Coronavirus getesteten jungen Mannes aus Würselen gehört unter anderem eine junge Frau, die sich gestern mit einer Klasse des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs auf den Weg nach Österreich gemacht hat. Der Bus wurde letztlich in Bayern festgehalten. Dort wurde die junge Frau zur Abklärung des Corona-Verdachts in ein Krankenhaus gebracht und ein Test veranlasst. Das Ergebnis liegt jetzt vor und ist negativ, die junge Frau trägt also nicht das Coronavirus in sich.

Schon gestern hatten die restlichen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer entschieden, die Klassenfahrt nicht fortzusetzen. Nachdem die Klasse die Nacht auf Feldbetten in einer Turnhalle verbracht hatte, startete der Bus heute Mittag wieder gen Aachen, wo er in der Nacht ankommen wird. Da die Mitschülerin nicht infiziert ist, gelten auch keinerlei Beschränkungen für die jungen Frauen und Männer aus der Reisegruppe.
Die getestete Schülerin selbst wird am Montag durch den bayrischen Rettungsdienst nach Hause gebracht.

16.50 Uhr: Aktuelle Meldung zur Lage in der StädteRegion Aachen (Sonntag, 01.03.2020)

Eine junge Frau aus Heinsberg ist dort positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie besucht das Paul-Julius-Reuter Berufskolleg der StädteRegion in Aachen. Der Krankheitsverlauf ist mild, es wurde häusliche Quarantäne angeordnet. Die StädteRegion als Schulträger hat entschieden, dass das Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg aus diesem Grund mindestens bis 8. März vorsorglich geschlossen wird.

Das Gesundheitsamt wird in dieser Zeit versuchen, möglichst viele direkte Kontaktpersonen zu identifizieren.

Kontaktpersonen sind nach einer Definition des Robert-Koch-Instituts alle, die mindestens 15 Minuten „face to face“, also in direktem, nahem Kontakt in einem geschlossenen Raum mit der Betroffenen zusammen waren. Die direkten Kontaktpersonen werden gezielt vom Gesundheitsamt aufgefordert, in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Alle, die nicht als Kontaktperson identifiziert wurden, müssen nicht zu Hause bleiben.

 Es ist in diesem Fall aus medizinischer Sicht nicht erforderlich, die gesamte Schülerschaft häuslich abzusondern, d.h. die Schülerinnen und Schüler dürfen weiter ihrer Arbeit nachgehen, sofern ihnen nicht vom Gesundheitsamt in direktem persönlichen Kontakt andere Auflagen gemacht wurden.

Die Schulklasse der betroffenen Schülerin wird zu diesem Zweck einzeln kontaktiert, um dann eine Erstanamnese durchzuführen.

Die Räume der Schule dürfen weiter öffentlich genutzt werden. Auch das Personal darf weiter arbeiten.


14.30 Uhr - Aktualisierung zur Mitteilung von Sonntagmorgen (01.03.2020)

Aktuell ist es so, dass es in der Stadt Aachen nunmehr in Summe vier Fälle und in der StädteRegion fünf Fälle gibt.

Weiterer positiver Fall in Aachen: Eine 30-jährige Frau aus Aachen ist positiv getestet worden. Der Krankheitsverlauf ist mild, sie wird unter häusliche Quarantäne gestellt.

Weiterer positiver Fall in Herzogenrath: Eine junge Frau aus Herzogenrath ist ebenfalls positiv getestet worden. Die Frau ist Mitarbeiterin der Regenbogenschule der StädteRegion Aachen (Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) in Stolberg. Der Krankheitsverlauf ist mild, es wurde häusliche Quarantäne angeordnet.

Die StädteRegion als Schulträger hat entschieden, dass die Regenbogenschule bis mindestens bis 08. März vorsorglich geschlossen wird. Das Gesundheitsamt wird in dieser Zeit versuchen, möglichst viele direkte Kontaktpersonen zu identifizieren.

Kontaktpersonen sind nach einer Definition des Robert-Koch-Instituts alle, die mindestens 15 Minuten „face to face“, also in direktem, nahen Kontakt mit dem Betroffenen zusammen waren. Alle, die nicht als Kontaktperson identifiziert wurden, müssen nicht zu Hause bleiben. Die Kontaktpersonen werden gezielt vom Gesundheitsamt aufgefordert, in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Die Räume der Schule dürfen weiter öffentlich genutzt werden. Auch das Personal darf weiter arbeiten.

Weiterer positiver Fall in Würselen: Ein 30-jähriger Mann aus Würselen wurde im Krankenhaus Eschweiler positiv getestet. Der Krankheitsverlauf ist mild, er wurde unter häusliche Quarantäne gestellt.

10.30 Uhr: Pressemitteilung zur Lage am Sonntagmorgen (1.3.2020)

Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich am Sonntagmorgen erneut getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen. Dabei wurde festgehalten, dass es in der Stadt Aachen nunmehr in Summe drei Fälle und in der StädteRegion ebenfalls drei Fälle gibt.

Es wird vor allem mit Blick auf viele Gerüchte in den Sozialen Medien geraten, diesen offiziellen Informationen zu vertrauen. Die Krisenstäbe handeln nach den vorliegenden Erkenntnissen und der Faktenlage. Vor diesem Hintergrund sind derzeit keine Schulschließungen – bis auf die Maria-Sybilla-Merian-Gesamtschule in Herzogenrath – erforderlich. Hierzu gehört auch der Hinweis der Krisenstäbe, dass es keine Veranlassung zu Panikeinkäufen von Lebensmitteln gibt.

Zwei weitere Fälle in Aachen: Ein Mann (29) aus Aachen und seine Lebensgefährtin (29) sind als neue Fälle positiv getestet worden und in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt ist aktiv.

Bei einer Frau aus Gangelt, die aus anderen Gründen im Franziskushospital Aachen behandelt wurde, wurde am Ende der vergangenen Woche das Corona-Virus nachgewiesen. Die Frau wurde im Krankenhaus isoliert und alle Kontaktpersonen ermittelt. Die 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Franziskushospitals, die mit der Patientin in Kontakt waren, wurden allesamt negativ getestet.

Gestoppte Klassenfahrt: Zu den Kontaktpersonen eines positiv getesteten jungen Mannes, der die 11. Klasse .einer Herzo.genrather Gesamtschule besucht, gehört unter anderem auch eine junge Frau, die sich gestern mit einer Klasse des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs auf den Weg nach Österreich gemacht hat. Der Bus musste in Österreich umdrehen und wird aktuell noch in Bayern festgehalten. Die junge Frau wurde zur Abklärung des Corona-Verdachts in ein Krankenhaus gebracht und ein Test wurde veranlasst.

Die übrigen Mitglieder der Reisegruppe wurden am späten Abend noch in eine Turnhalle mit Feldbetten gebracht. Am heutigen Abend soll das Ergebnis des Tests der jungen Frau vorliegen. Die Klasse hat gemeinsam mit ihrem Lehrer entschieden, die Klassenfahrt nicht anzutreten. Aus diesem Grund wird sich der Bus mit den Schülerinnen und Schülern in den nächsten Minuten auf den Rückweg in die StädteRegion Aachen machen.

Auch die getestete Schülerin wird noch im Laufe des Tages gesondert durch den bayrischen Rettungsdienst nach Hause gebracht. Je nach Ausgang ihres Tests wird dann vom Gesundheitsamt das weitere Vorgehen entschieden. „Wir freuen uns, dass sich die bayerischen Behörden zu diesem Schritt entschieden haben. So folgen wir allen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts“, so der Gesundheitsdezernent der StädteRegion Aachen, Dr. Michael Ziemons.

Die Lage: Die Krisenstäbe unterstreichen, dass die Vorbereitungen für eine sich weiterentwickelnde Lage getroffen sind. So wurden in zahlreichen Besprechungen und Informationstreffen Handlungsempfehlungen erarbeitet und weitergegeben.

„Die aktuellen Fälle aus unserer Region zeigen nach wie vor, dass die Krankheit in der Regel einen moderaten Verlauf nimmt und die Patienten in Absprache mit dem Gesundheitsamt sich zuhause auskurieren können“, sagt Dr. Monika Gube, Leiterin des Gesundheitsamtes.

Nach wie vor gilt die Aufforderung, die Hygieneregeln zu befolgen und von Besuchen in Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäusern abzusehen – zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner.

Medizinischer Bereitschaftsdienst: Jetzt am Wochenende sind die hausärztlichen Bereitschaftsdienste über die Hotline 116117 zu erreichen.

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen wurde für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema neben der 115 eine zusätzliche Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (auch am Wochenende 7-21 Uhr) eingerichtet.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer (0211) 855 47 74 geschaltet.

Ausdrückliche Bitte an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!

Herausgegeben am 01.03.2020 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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