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Der Bushof im Mittelpunkt des „doc/fest on/line“

Alles rankte sich beim „doc/fest on/line“ am Bushof, das die Koordinationsstelle Bushof gemeinsam mit dem Filmemacher Michael Chauvistré auf die Beine gestellt hatte, um die Frage „Wem gehört die Stadt“. Eingeladen waren jetzt alle Aachener und Aachenerinnen sowie Anliegende und Gewerbetreibende rund um den Bushof. Oberbürgermeister Marcel Philipp begrüßte die Teilnehmenden dieses innovativen Online Festivals und warb ganz allgemein für eine entspannte Haltung zur Bürgerbeteiligung mit möglichst wenig Grenzen zwischen Bürgern und Politik. In Sachen „Bushof“ freute er sich über die Tatsache, dass es durch gute Kommunikation und engagiertes Kümmern mittlerweile zunehmend besser gelänge, die Situation vor Ort in den Griff zu bekommen. Philipp sagte: „Die Kooperation und Zusammenarbeit zwischen Eigentümern, Nutzern und Stadt ist Voraussetzung für eine gelingende Stadtentwicklung, die auch wirtschaftlichen Anforderungen entsprechen muss.“

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Aachener Bushof: „urbaner Reichtum des Gebiets“, den man mit Blick auf die Zukunft weiter entwickeln müsse. © Stadt Aachen / Andreas Herrmann

Digital aus Polen führte Regisseurin Anna Ditges in ihren Dokumentarfilm „Wem gehört die Stadt – Bürger in Bewegung“ ein, den sich Veranstalter und Teilnehmende gemeinsam ansahen. Anhand der Entwicklung eines ehemaligen Industrieareals in Köln-Ehrenfeld ging der Film im Spannungsfeld von Engagement, Eigennutz und Sinnstiftung der Frage nach, wie viel Demokratie im Alltag funktionieren kann und wie viel politische Verantwortung die eigene Heimat für jeden Einzelnen bedeutet. Sie berichtete aus Köln, wie wichtig und gleichzeitig schwierig sich hier der Kontakt zu Politik und Verwaltung für Bürger und Bürgerinnen, die die Stadt mitgestalten möchten, erweisen kann.

Aus einem Kölner Tonstudio wurden Impressionen vom Aachener Bushof - untermalt von Jazzmusik von der Musikgruppe „Junodori“ - eingespielt und transportierten den urbanen Charme des Ortes direkt in die Veranstaltung. Spannend waren später vor allem die Gespräche in der Diskussionsrunde. Isabel Strehle, Leiterin des städtischen Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen, fand so anschauliche Worte für die Herausforderungen der Stadtentwicklung in Aachen. „Am Büchel, am Bushof und der Adalbertstraße sind“, so beschrieb sie es, „in den vergangenen Jahrzehnten ein paar ‚dicke Walfische‘ gestrandet, die wir in den nächsten Jahren behutsam zurück ins Meer bringen müssen.“ Neue Konzepte sollten beweglicher und vielfältiger sein, um die Stadt resilienter und damit zukunftsfähiger aufzustellen. Am Bushof erkannte Isabel Strehle deutlich einen “urbanen Reichtum des Gebiets“, den man mit Blick auf die Zukunft weiter entwickeln müsse.

Für Heidemarie Ernst von der Koordinationsstelle Bushof ist der „Bushof der Zukunft“ noch nicht realisiert. „Zu Beginn meiner Arbeit standen dort vor allem die Belastungen im Vordergrund“, erinnerte sie. Die Stimmung habe sich heute vorsichtig gewandelt. Heidemarie Ernst: „ Die Ressourcen des Ortes treten nach und nach mehr zum Vorschein und das Positive des Gebiets wird wieder mehr gesucht und gefunden.“

Beim „doc/fest on/line. „Wem gehört die Stadt“ wurde der kurze Dokumentarfilm „Gemeinsam mehr erreichen“, der beim „Aktionstag Bushof“ im November des vergangenen Jahres entstand, gezeigt. Wer Interesse hat, findet den Film auf der Internetseite der Koordinationsstelle Bushof unter dem Link http://www.aachen.de/DE/stadt_buerger/politik_verwaltung/koordinationsstelle_bushof/Dokumentationsfilme/index.html

Herausgegeben am 22.06.2020 von:

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Fachbereich Presse und Marketing
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