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Flashes of the Past

1968: Jugendliche mutieren zu „Gammlern“ im Parka und hören – zugedröhnt mit Hasch – subversive Musik. Junge Erwachsene gründen Wohnkommunen und praktizieren freie Liebe. Der Geist des Nationalsozialismus wird durch eine politisierte Studentenschaft am Schopfe gepackt und ein für alle Mal in den Orkus der Geschichte verbannt. Das sind Klischees, die das Internationale Zeitungsmuseum Aachen in seiner Ausstellung „Flashes of the Past. Medienwandel und Protestkultur“ vom 14. April bis 19. August 2018 mit Quellentexten konfrontiert.


Die Zeitung ist neben dem Fernsehen wichtigste Quelle für die Zeit: eine Steilvorlage für das Museum, das aus seiner riesigen Sammlung schöpfen kann und – als Komplement zur großen Ausstellung im Ludwig Forum – einen spannenden Querschnitt der 68-er Zeit zeigt. Die historischen Umwälzungen und auch die leidenschaftlich ausgefochtenen Diskurse, die noch stark auf unsere heutige Zeit strahlen, waren ein weltweites Phänomen. Studentenunruhen gab es damals in etlichen Ländern. Der Kalte Krieg war auch noch in den entlegensten Welt gegenden zu spüren. Der Generationenkonflikt und das Auftauchen jugendlicher Sub- und Protestkulturen haben viele Gesellschaften dauerhaft geprägt. Die Nachwirkungen sind immer noch zu spüren bzw. werden immer noch diskutiert.

Die Ausstellung im IZM möchte ein Panorama der damaligen Zeit präsentieren und anhand von zahlreichen Originalen von Zeitungen, aber auch Zeitschriften die unterschiedlichen Themenfelder anschaulich präsentieren. Beispiele sind der Vietnamkrieg, Studentenproteste in unterschiedlichen Ländern wie den USA, Frankreich und Deutschland. Die Ereignisse rund um den sog. „Prager Frühling" in der Tschechoslowakei; Themen wie Frauenrechte und Emanzipation. Bürgerbewegungen und Jugendkultur ergänzen die historische Perspektive um kulturhistorische Implikationen.

BILD lügt!
Das Zeitungsmuseum wird, seiner Ausrichtung gemäß, einen Fokus auf das Verhalten der Medien, insbesondere die heftigen Proteste gegen Publikationen des Springer-Verlages legen. Der damalige Vorwurf einseitiger und verzerrender Berichterstattung insbesondere an die Adresse der BILD-Zeitung ist in Zeiten des „Lügenpresse“-Vorwurfs hochaktuell.

Neben den Printprodukten können sich die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung auf zwei interaktiven Monitoren über Video- und Audioeinspielungen ein noch differenzierteres Bild des Jahres 1968 machen.

Kurator: Andreas Düspohl

Herausgegeben am 11.04.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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