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Ökumenische Gedenkfeier auf dem Friedhof Hüls

162 Kerzen entzündete Oberbürgermeister Marcel Philipp mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung der Stadt Aachen Dienstagabend (24. April 2018) in der Trauerhalle auf dem Friedhof Hüls. Gedacht wurde den im Zeitraum vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 verstorbenen Menschen, deren Bestattung vom Ordnungsamt veranlasst wurde. Unter dem Thema „Dem Toten versag deine Liebe nicht “ fand für sie auf dem Friedhof Hüls eine öffentliche ökumenische Gedenkfeier statt. Oberbürgermeister Marcel Philipp, Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt, Personal- und Organisationsdezernent Dr. Markus Kremer und weitere Vertreter der Stadt verlasen im Rahmen dieser Gedenkfeier die Namen der 162 Verstorbenen. Zugleich wurde beim Verlesen ein Gedenklicht für jeden Verstorbenen angezündet.

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Oberbürgermeister Marcel Philipp hält die Gedenkrede. © Stadt Aachen/Heike Lachmann


Gestaltet wurde die Gedenkfeier vom ökumenischen Arbeitskreis Bestattungskultur durch Pfarrerin Bettina Donath-Kreß, Domkapitular Pfarrer Franz-Josef Radler, Pastoralreferentin Gabriele Eichelmann und weiteren Vertretern der Stadt. Musikalisch wurde die Feier vom Aachener Bistumschor unter der Leitung von Angelo Scholly umrahmt.

Schirmherr Oberbürgermeister Marcel Philipp machte die Bedeutung dieser Gedenkfeier deutlich: „Jeder Mensch hat etwas Einzigartiges geschaffen, seine Würde geht auch im Tod nicht verloren.“ Philipp betonte dabei vor allem den Aspekt des Artikel 1 unseres Grundgesetztes „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Deswegen habe auch jeder der Verstorbenen ein Recht auf ein würdevolles Begräbnis: „Mit dieser Trauerfeier zeigen wir, dass es dieser Stadt nicht egal ist, wenn jemand verstorben ist. Wir stellen uns mit unserem Gedenken gegen Verlassenheit und Vergessen, wir dokumentieren, dass wir nicht einverstanden sind mit der immer stärker um sich greifenden Einsamkeit in diesem Leben“, so Philipp.

Zunächst erhalten die Verstorbenen ein Reihengrab auf dem Gemeinschaftsgrabfeld in Flur 16 auf dem Friedhof Hüls. Die Grabstätten werden mit Holzkreuzen versehen, die mit den Namen und Lebensdaten der Verstorbenen beschriftet werden. Niemand wird anonym bestattet. Zerfällt das Holzkreuz, wird der Name des dort beigesetzten Verstorbenen in Steine eingraviert. „Die Steine sind bleibende Zeichen. Sie zeigen, dass der Mensch im Leben zu uns gehört hat und auch im Tod nicht vergessen wird.“, sagt Philipp. Diese Steine bilden einen Weg und führen gemeinsam zu einem großen Kreuz. Der mit den Gedenksteinen gepflasterte Weg wird auch als ‚Weg der Erinnerung‘ bezeichnet.

Jedes Jahr steigt die Zahl der Fälle, in denen das Ordnungsamt für die Durchführung der Bestattung sorgt, da die Menschen keine Angehörigen mehr hatten oder die bestattungspflichtigen Angehörigen nicht bzw. nicht rechtzeitig ermittelt werden konnten oder nicht in der Lage waren, ihrer Bestattungspflicht nachzukommen. Die Gedenksteine werden zwar vom Aachener Stadtbetrieb und von einigen der Aachener Steinmetze gesponsert. Dennoch betragen die Kosten für einen solchen gravierten Stein 50 Euro. Deswegen wurde die Aktion „Namenspaten“  ins Leben gerufen, um Spenden für die Pflastersteine sammeln zu können. Wer diese Aktion unterstützen will, kann eine Spende auf das Konto bei der Sparkasse Aachen, IBAN: DE42 3905 0000 0000 0002 16, BIC: AACSDE33, Vermerk: M103.08000010.482000, einzahlen. Will man für eine bestimmte Verstorbene oder einen bestimmten Verstorbenen einen Stein gravieren lassen, kann der Name als Verwendungszweck angeben werden.

Herausgegeben am 27.04.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
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