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UN-Generalsekretär António Guterres freut sich auf Aachen

  • Der Direktoriumsvorsitzende des Internationalen Karlspreises zu Aachen, Dr. Jürgen Linden, und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp tragen dem UN-Generalsekretär in Genf den Preis an.
  • Guterres zeigt sich hocherfreut: „Der Multilateralismus steht in dem Moment unter Druck, in dem wir ihn angesichts der beispiellosen globalen Herausforderungen am dringendsten brauchen. Deshalb bin ich dankbar und geehrt, dass ich den Karlspreis für das erhalten habe, was er bedeutet: Kooperation und Frieden in Europa und darüber hinaus."
  • Die Preisverleihung wird am Himmelfahrtstag, 30. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden. Bereits am Vortag besucht Guterres die RWTH, das Europa-Forum, den Dom und das Karlspreis-Open-Air.

Aachen freut sich auf den kommenden Karlspreisträger, den Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), António Guterres. Und nach dem Antragungsbesuch am UN-Sitz Palais des Nations in Genf am heutigen Dienstag (26. Februar 2019) können der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp und der Vorsitzende des Direktoriums der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen, Dr. Jürgen Linden, sagen: „Wir werden einen mitreißenden und sympathischen Karlspreisträger erleben, der in seinem weltweiten Handeln wichtige Impulse für die Zukunft der Europäischen Union gibt.“

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Begegnung am UN-Sitz in Genf: Direktoriumsvorsitzender Dr. Jürgen Linden (links) und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (rechts) tragen dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, am 26. Febraur 2019 im Palais des Nations den Aachener Karlspreis 2019 an. Die Preisverleihung findet am Himmelfahrtstag, 30. Mai, im Aachener Rathaus statt. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Ein persönliches Gespräch in Genf
Guterres brachte nach dem persönlichen Gespräch mit Linden und Philipp hinter verschlossenen Türen in einem darauffolgenden Pressestatement seine Freude über die Auszeichnung zum Ausdruck: „Der Multilateralismus steht in dem Moment unter Druck, in dem wir ihn angesichts der beispiellosen globalen Herausforderungen am dringendsten brauchen. Deshalb bin ich dankbar und geehrt, dass ich den Karlspreis für das erhalten habe, was er bedeutet: Kooperation und Frieden in Europa und darüber hinaus. "

Das Gespräch in Genf diente einerseits dem persönlichen Kennenlernen und einem Austausch über europäische Themen. Es ging andererseits auch um erste Verabredungen für die Feierlichkeiten in Aachen. Die festliche Preisverleihung findet am Himmelfahrtstag, 30. Mai 2019, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.

Der Preisträger absolviert in Aachen das komplette Programm
Guterres wird aber, wie seine Vorgänger, der britische Gegenwartshistoriker Timothy Garton Ash (2017) und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018), das komplette Karlspreis-Besuchsprogramm in Aachen absolvieren. „Der Generalsekretär hat uns signalisiert“, so Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, „dass er am Vortag der Preisverleihung ab dem frühen Nachmittag in Aachen sein wird. So werden wir ihn bei einer Begegnung mit Studierenden an der RWTH erleben, er wird das Europa-Forum der Karlspreisstiftung besuchen und am Abend nach einer Besichtigung des Aachener Doms das Bürgerfest, unser Karlspreis-Open-Air, besuchen.“ Dort wird der designierte Preisträger auch die Jugendkarlspreisträger 2019 kennenlernen. Es folgt danach das Vorabend-Dinner in der Aula Carolina.

Auch am Himmelfahrtstag wird Guterres nach der Preisverleihung traditionsgemäß auf die Katschhof-Bühne kommen und die Bürgerinnen und Bürger begrüßen. Zu weiteren Gästen der Preisverleihung wurde heute in Genf noch nichts gesagt.

„Gemeinsame Werte und Überzeugungen“
Direktoriumsvorsitzender Jürgen Linden berichtete von einem „überaus angenehmen Gespräch mit dem Generalsekretär“. Linden weiter: „Wir sind von dieser Wahl in diesem für die EU bedeutsamen Jahr zutiefst überzeugt, weil António Guterres auf der Grundlage der gemeinsamen Werte und Überzeugungen handelt, die die Europäische Union für sich formuliert hat.“ Der ehemalige portugiesische Ministerpräsident trage als Europäer maßgebliche Verantwortung für die Arbeit der Vereinten Nationen, also in einer komplexen globalen Welt, die Pluralismus, Toleranz und Dialog, grenzüberschreitende Kooperationen, vor allem aber Frieden, Freiheit und Demokratie als stützende Pfeiler brauche.

In der Begründung des Karlspreisdirektoriums heißt es deshalb auch: „Das Karlspreisdirektorium ermutigt den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, für ein solch bedeutsames Engagement und verleiht ihm in Würdigung seines Einsatzes für eine Neubelebung und Festigung der multilateralen Zusammenarbeit auf der Grundlage der Werte und Ziele der Europäischen Union und der Vereinten Nationen den Internationalen Karlspreis zu Aachen des Jahres 2019.“

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Der Direktoriumsvorsitzende des Internationalen Karlspreises zu Aachen, Dr. Jürgen Linden, und Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp tragen dem UN-Generalsekretär in Genf den Preis an. Foto: Stadt Aachen

Nein zu Populismus, Rassismus und Extremismus
Besonders hob Direktoriumssprecher Linden bei der Pressekonferenz im Palais des Nations hervor, „dass Guterres Solidarität und Mitgefühl im Alltag, Dialog und Respekt über politische Gräben hinweg fordert“. Politischen Populismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und radikalen Extremismus zu benennen und zu besiegen, sei ihm stets Anliegen gewesen. Zu Beginn seiner Amtszeit als UN-Generalsekretär sagte Guterres 2017: „Alles, wonach wir als menschliche Gemeinschaft streben – Würde, Hoffnung, Fortschritt und Wohlstand – ist abhängig vom Frieden. Aber der Frieden ist abhängig von uns.“

Oberbürgermeister Marcel Philipp stellte heraus, dass der designierte Preisträger „profunde Kenntnisse über die Krisenherde dieser Welt hat und mit den Bedürfnissen der ärmeren Länder und Entwicklungsländer bestens vertraut ist“. So sei es keineswegs überraschend gewesen, dass der Politiker nach seiner Zeit als portugiesischer Ministerpräsident auf Vorschlag des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan 2005 zum Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen ernannt wurde.

Eine Herkulesaufgabe für António Guterres
Das Karlspreisdirektorium beschreibt diese Herausforderung als „Herkulesaufgabe“ für António Guterres, der er sich mit strukturellen und organisatorischen Reformen und einer bedarfsgerechten Budgetierung, vor allem aber mit einem wachen Auge für die Einhaltung der Menschenrechte und Menschenwürde der Schutzsuchenden gestellt habe. Die Zahl der Flüchtlinge stieg in seiner zehnjährigen Amtszeit von etwa 38 Millionen im Jahr 2005 auf über 60 Millionen Menschen in 2015 dramatisch an.

Das Karlspreisdirektorium sieht die Wahl des Europäers Guterres zum UN-Generalsekretär „auch als ein Bekenntnis der Weltgemeinschaft, sich stärker noch als bisher der großen Aufgabe zu stellen, den Menschen auf der Flucht vor Bürgerkrieg, Hunger und Elend eine Perspektive zu geben, gleichzeitig die Fluchtursachen in den Herkunftsländern wirksam zu bekämpfen und die weltweite Migration insgesamt zu steuern“.

Linden betonte: „Mehr Taten und mehr Ehrgeiz“ fordere Guterres von der Staatengemeinschaft – in Fragen der Flüchtlings- und Migrationspolitik ebenso wie bei der Bewältigung „der größten Herausforderung unserer Zeit: dem Klimawandel“.

Guterres beeindruckt mit Überzeugungskraft und Persönlichkeit
Es seien Plädoyers wie diese, mit denen Guterres beeindrucke und sich Gehör verschaffe, so das Aachener Direktorium. Als Generalsekretär der Vereinten Nationen verfüge Guterres nicht über Macht im klassischen Sinne. Linden: „Vielmehr sind es die Überzeugungskraft und die Persönlichkeit dieses ,Mannes von Visionen, Herz und Taten‘, wie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini ihn nannte, die Guterres Wort Gewicht verleihen.“

Herausgegeben am 26.02.2019 von:

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