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Millionenförderungen für Modernisierung der städtischen Schulen

An Aachens Schulen wird auch in den letzten Tagen der Sommerferien kräftig Hand angelegt. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler ab nächster Woche wieder so ungestört wie möglich lernen können. Dass das klappt, sind sich Manfred Lennartz, Abteilungsleiter Hochbau beim städtischen Gebäudemanagement, und Karl-Josef Mathar, Abteilungsleiter Schule im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule, sicher. „Am Einhard-Gymnasium etwa wird man auch nach den Ferien noch eine Baustelle sehen können. Aber alles wird sicher und sauber sein, der Schulbetrieb wird ganz normal stattfinden“, verspricht Lennartz.

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Manfred Lennartz, Abteilungsleiter Hochbau beim städtischen Gebäudemanagement (l.), und Karl-Josef Mathar, Abteilungsleiter Schule im Fachbereich Kinder, Jugend und Schule, stellen die Maßnahmen an den städtischen Schulen vor. © Stadt Aachen / Stefan Herrmann


Damit an der Grundschule Höfchensweg auch der Sportunterricht reibungslos ablaufen kann, wurde die in den 1980er Jahren gebaute Turnhalle in den letzten Wochen saniert. „Der Umkleidebereich sowie die Geräteräume waren durch Nässe stark beschädigt“, erklärt Lennartz beim Ortsbesuch. Nun sind alle Räume trockengelegt, Drainagen eingebaut und die gesamte Halle im erdberührten Teil mit neuer Dämmung und Isolation ausgestattet. Rund 300.000 Euro wurden für die aufwendige Sanierung veranschlagt.

Die Turnhalle am Höfchensweg ist nur ein – wenn auch größeres – Beispiel für die vielen Maßnahmen, die durch das seit 2003 laufende Schulreparaturprogramm der Stadt Aachen und das Förderprogramm des Landes NRW „Gute Schule 2020“ in diesem und den kommenden Jahren an Aachener Schulen vorgenommen werden. „An allen 57 städtischen Schulen sind Maßnahmen geplant“, verrät Karl-Josef Mathar. Jede Schule wird digital aufgerüstet und erhält moderne Präsentationstechniken; die Infrastruktur wird völlig umgekrempelt. Dies ist ein wichtiger Baustein, um Schulen für modernes Lehren und Lernen im 21. Jahrhundert fit zu machen. Das Programm „Gute Schule 2020“ hilft hier mit seinen Millionen vielen Städten ungemein – so auch Aachen. Mit dem eigenen Schulreparaturprogramm schreibt die Stadt darüber hinaus seit Jahren eine Erfolgsgeschichte. Eine intensive Bestandsaufnahme hat ergeben: Rund 80 Millionen Euro muss die Stadt in die Hand nehmen, um ihre Schulen instand zu setzen. Im Schulterschluss mit der Politik wurde hierfür ein eigenes Programm aufgelegt. Dieses arbeitet das städtische Gebäudemanagement seit 2003 gemeinsam mit dem Fachbereich Kinder, Jugend, Schule kontinuierlich ab. Bis Ende 2017 sind so bereits fast 44 Millionen Euro in die Sanierung der Aachener Schulen geflossen.

An 40 Einrichtungen werden nun und in den kommenden Jahren auch durch das NRW-Programm „Gute Schule 2020“ Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu gehören eine Aufrüstung der Naturwissenschaftsräume, Sanierung von Sanitäranlagen und Akustikmaßnahmen sowie notwendige Renovierungen. Hierbei wird ein besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt. „Wir versuchen – wo möglich – die Bausubstanz zu erhalten, nicht unnötig abzureißen und neu zu bauen“, so Lennartz.

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© Stadt Aachen / Stefan Herrmann

Über das Schulreparaturprogramm stehen 2018 Mittel von 3,7 Millionen Euro zur Verfügung. Für das Programm „Gute Schule 2020“ stehen in Aachen 21 Millionen Euro im Förderzeitraum von 2017 bis 2020 bereit. „Alle 2017 beschlossenen Maßnahmen sind durchgeplant, und es werden auch alle Mittel abgerufen“, erläutert Mathar. In diesem Jahr werden für Baumaßnahmen und für die digitale Aufrüstung Mittel im hohen einstelligen Millionenbereich aufgewendet.

Manche Maßnahme muss allerdings bis 2019 warten, da derzeit kaum noch Baufirmen zu finden sind, die die Aufträge übernehmen können. „Aufgrund der derzeitigen Baukonjunktur sind die Auftragsbücher voll und die Preise steigen“, sagt Lennartz. Hinzu kommt der Fachkräftemangel in den Baufirmen selbst. Mathar und Lennartz sind sich aber sicher, dass trotz leichter Verzögerungen alle Mittel rechtzeitig abgerufen und verwendet werden. Denn im Juli hat das Landeskabinett beschlossen, die Frist für den Nachweis der Mittelverwendung von 30 Monaten auf 48 Monate zu verlängern. „Wenn wir also im Dezember 2020 die letzten Mittel abrufen, können wir noch bis Ende 2024 bauen“, rechnet Mathar vor.

Mit den Arbeiten sind Lennartz und Mathar vollauf zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit den Firmen an den vielen verschiedenen Schulen hat super funktioniert“, freut sich Lennartz. Die genaue Planung der Maßnahmen und Vergaben hat sich ausgezahlt, damit die Taktung der Arbeiten durch die Schulferien funktioniert. So steht einem ungestörten Lernerfolg nichts im Wege.

Herausgegeben am 24.08.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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