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Scheunenbrand: Scherben von Photovoltaikanlage im Umfeld

  • Durch das Feuer in der Scheune des Reiterhofs in der vergangenen Nacht wurde auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zerstört. Partikel und Scherben dieser Anlage finden sich in der nahen Umgebung.
  • Anwohner melden sich. Feuerwehr, die Fachbereiche Umwelt sowie Sicherheit und Ordnung sind vor Ort und kümmern sich. Der Stadtbetrieb ist mit Kehrmaschinen und Personal im Einsatzgebiet bereits unterwegs.
  • Die Scherben der Anlage sind nicht gesundheitsgefährdend, allerdings scharfkantig. Sie können im Restmüll entsorgt werden. Landesumweltamt nimmt sicherheitshalber Proben im Umfeld wegen möglicher Schadstoffbelastungen durch den Rauch.

Auf dem Dach der abgebrannten Scheune war großflächig eine Photovoltaikanlage mit monokristallinen Modulen montiert, die durch das Feuer zerstört wurde. Scherben und Partikel dieser Anlage, die auf der einen Seite blau und auf der anderen mit der üblichen Photovoltaikoptik beschichtet sind, wurden über die aufsteigenden Rauchwolken in nordöstliche Richtung davongetragen. Sie landeten nach ersten Untersuchungen der Feuerwehr und der Fachbereiche Umwelt sowie Sicherheit und Ordnung der Stadt Aachen in einem Bereich von der Brandstelle Lintertstraße bis hin zum Wohngebiet an der Forster Linde.

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Solche Scherben, die von der Photovoltaikanlage der Scheune stammen, sind im nahen Umkreis des Brandortes zu finden. © Stadt Aachen / Feuerwehr Aachen

Stadtreinigung bereits vor Ort
Die Stadtreinigung ist bereits mit mehreren Kehrmaschinen und Personal auf den öffentlichen Flächen und Straßen aktiv und entsorgt diese Scherben, die scharfkantig sein können, allerdings nach vorliegenden Hinweisen nicht gesundheitsgefährdend sein sollen. Es gilt die Empfehlung an Hausbesitzer und Anwohner, im betroffenen Bereich auf ihren Grundstücken diese Scherben mit Handschuhen aufzuheben und sie im Restmüll zu entsorgen. Vorsichtshalber ist Händewaschen nach dieser Aktion empfohlen.

Die Stadt Aachen hat zudem sicherheitshalber das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) um Unterstützung gebeten. Wie bei dem Großfeuer in einem Industriegebiet in Rothe Erde vor einem Jahr werden die Experten heute Nachmittag Wischproben im Umfeld des Brandes nehmen, um eventuelle Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung auszuschließen. Eine erste Beurteilung wird folgen, die genauen Ergebnisse werden einige Tage Auswertung benötigen.

Die Empfehlungen im damaligen Fall lauteten:

  • Sichtbar belastete Flächen (Partikelspuren, Asche, Rußablagerungen) sollten unter Verwendung von Handschuhen und mit normalen Reinigungsmitteln einmal gesäubert werden.
  • Obst und Gemüse aus dem Garten sollte gut gewaschen und nur geschält verzehrt werden.
  • Großblättrige Pflanzen wie Salat sollten vorerst zur Sicherheit nicht verzehrt werden.

Es gilt aber: Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, die weiteren Analyseergebnisse abzuwarten, über die die Behörden zeitnah informieren werden.

Zum Brand noch der aktuelle Hinweis:

Der Feuerwehr Aachen ist es in der Nacht zum Donnerstag (5. September) gelungen, dass bei einem Scheunenbrand in einem großen Reiterhof an der Lintertstraße weder Menschen noch Tiere zu Schaden gekommen sind.

Das Feuer in der Scheune, in der 1.500 Heu- und 2.000 Strohballen gelagert waren, wird die Feuerwehr auch heute noch den ganzen Tag über beschäftigen. Weiterhin sind zwei Einsatztrupps der Freiwilligen Feuerwehr als Brandwache vor Ort. Es wird nicht mehr gelöscht, nur bewacht, dass die Restmenge von Stroh und Heu kontrolliert verbrennt.

Insgesamt 75 Feuerwehrleute hatten die Lage am späten Mittwochabend in der Richtung Eselsweg gelegenen Halle schnell unter Kontrolle bekommen. Die umliegenden Stallungen konnten geschützt werden, und alle – rund 100 - Pferde aus den Ställen wurden gerettet. Personen kamen dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr ebenfalls nicht zu Schaden.

Die Ermittlung der Brandursache übernimmt die Polizei, eine Schadenshöhe ist noch nicht zu beziffern.

Herausgegeben am 05.09.2019 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
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