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Die Schwimmhalle Brand erhält eine Frischzellenkur

  • Nach Legionellenbefund im vergangenen Jahr läuft die notwendig gewordene Sanierung der Schwimmhalle Brand auf Hochtouren.
  • Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen sein, so dass Besucher bald wieder ihre Bahnen in der städtischen Einrichtung am Wolferskaul ziehen können.
  • Experten des städtischen Gebäudemanagements nutzen die Gelegenheit, um umfassende Modernisierungen an der Warmwasserversorgung, an der Beckenwasseraufbereitung und an den in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen vorzunehmen.
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Sind zufrieden mit dem bisherigen Ablauf der dringend notwendig gewordenen Sanierungsarbeiten in der Schwimmhalle Brand: (v.l.) Badleiter Markus Rebsdat, Gerta Keller (stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Sports) und Robert Schmidt (Abteilungsleiter der Technischen Instandhaltung beim Gebäudemanagement der Stadt Aachen). © Stadt Aachen / Stefan Herrmann

Die „Trockenzeit“ nähert sich dem Ende. In wenigen Wochen sollen Badegäste der Schwimmhalle Brand ebenso wie Schulklassen und Vereinsschwimmer wieder ins kühle Nass eintauchen können. Derzeit laufen die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Baufortschritt und gehen davon aus, dass die Arbeiten voraussichtlich Ende Februar abgeschlossen sein werden“, sagt Robert Schmidt, Abteilungsleiter der Technischen Instandhaltung beim Gebäudemanagement der Stadt Aachen.

Dringend notwendige Arbeiten
Die Schwimmhalle Brand stand im vergangenen Jahr häufiger in den Schlagzeilen, als es sich die Verantwortlichen bei der Stadt Aachen gewünscht hätten. Nach Legionellenbefunden im Gebäudekomplex innerhalb weniger Monate entschloss man sich dazu, eine aufwendige Sanierung ohne Zeitverzug anzugehen. Daher läuft seit Oktober 2018 – unter anderem – der komplette Umbau der Warmwasserversorgungsanlage im Schwimmbad. Für Besucher ist das Bad seitdem geschlossen.

Gerta Keller, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Sport. „Vor allem im Oktober hatten wir mit der zeitgleich wegen Modernisierungsarbeiten geschlossenen Osthalle einen Engpass. Der konnte aber mit der termingerechten Wiedereröffnung des Bades im Aachener Osten wieder entschärft werden. Wenn nun bald auch das Brander Schwimmbad wieder Besucher empfangen kann, freuen wir uns natürlich sehr, dass alle Aachener Bäder dann wieder wie gewohnt geöffnet sind.“

Im Frühjahr 2018 hatte es in Brand nach einer Routineuntersuchung zunächst einen ersten positiven Legionellenbefund in der Warmwasserversorgungsanlage im ans Schwimmbad angrenzende Umkleidegebäude gegeben. Nach einer unverzüglich eingeleiteten thermischen Desinfektion wurden im Mai 2018 bei einer Gegenbeprobung allerdings erneut Bakterien festgestellt. Das Umkleidegebäude wurde bis dahin von der Warmwasseranlage des Schwimmbades versorgt. Wegen des zweiten Befundes ist die betroffene Anlage dann umgebaut und autark gestellt worden. Die Arbeiten konnten im August 2018 abgeschlossen werden.

Seit Oktober 2018 nun läuft der zweite Bauabschnitt, der gleich mehrere Maßnahmen umfasst. Einige davon waren eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen und stehen nicht im direkten Zusammenhang mit den Legionellenbefunden.

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Nach Legionellenbefund im vergangenen Jahr läuft die notwendig gewordene Sanierung der Schwimmhalle Brand auf Hochtouren. © Stadt Aachen / Stefan Herrmann

Im Mittelpunkt stand dabei die Sanierung der Warmwasserversorgungsanlage sowie der Dusch- und WC-Räume. In zwei neuen, jeweils 1000 Liter fassenden Edelstahlspeichern wird das Wasser künftig erhitzt und fließt dann über ebenfalls neue Verteilerleitungen aus Edelstahl zu den Duschen. Neben den insgesamt 23 Damen- und Herrenduschen werden auch vier neue behindertengerechte Duschen installiert. Diese aktivieren sich automatisch über einen Sensor, sobald sich eine Person nähert. Das Duschwasser wird dann direkt im Duschkopf aus Warmwasser (60 Grad) und Kaltwasser „legionellenfrei“ gemischt. Darüber hinaus werden die Sanitärbereiche mit neuen Toiletten, Urinalen, Waschbecken und auch hier selbstverständlich mit separaten behindertengerechten WC-Anlagen ausgestattet.

Die Fliesenleger rücken an
Mit der Installation des neuen Rohrleitungssystems in den Duschräumen gehen die Arbeiten der Fliesenleger einher. Rund 120 Quadratmeter neue Boden- und 380 Quadratmeter neue Wandfliesen verleihen den Räumen ein komplett neues, modernes Aussehen. 40 Meter Edelstahl-Entwässerungsrinnen und zwölf schicke Glastüren runden die Sanierung an dieser Stelle ab.

Nicht für jedermann sichtbar, aber gleichermaßen wichtig ist eine moderne Beckenwasseraufbereitungsanlage in einem Schwimmbad. Auch diese wird derzeit grundlegend erneuert. Zwei neue offene Filter mit je 2,5 Quadratmeter Filterfläche, neuen Umwälzpumpen, einer modernen Regelungstechnik und neuer Chlordosiertechnik sorgen nun für beste Beckenwasserqualität. Mit dem Einsetzen neuer Einströmdüsen haben Handwerker zugleich kleinere Reparaturen und Überarbeitungen der Zementfugen im 25 Meter langen und 12,5 Meter breiten Becken vorgenommen. Zudem sind defekte Rinnensteine am Beckenkopf ausgetauscht oder repariert worden.

Die Stadt kalkuliert derzeit mit Gesamtkosten für die neue Warmwasseraufbereitungsanlage inklusive der Duschräume in Höhe von rund 400.000 Euro, für die vorgezogene Modernisierung der Beckenwasseraufbereitung mit rund 250.000 Euro.

Weitere Infos zu Aachens Schwimmbädern gibt es im Internet unter www.aachen.de/schwimmbaeder.

Herausgegeben am 10.01.2019 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
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