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Trockenheit wirkt sich auch auf Spielgeräte aus

  • Die Holzelemente auf den rund 300 städtischen Spieleinrichtungen ziehen sich zusammen.
  • Spielplatzkontrolleure des Stadtbetriebs ziehen darum alle Befestigungsschrauben nach.
  • Die Standsicherheit sämtlicher Geräte ist weiterhin gewährleistet.

Unzählige Schrauben hat Hardy Hutmacher in den vergangenen Wochen nachgezogen. Der Spielplatzkontrolleur des Aachener Stadtbetriebs bespielt auf seinen täglichen Kontrollen der städtischen Spielplätze sämtliche Geräte. Und dabei fällt auf: „Die anhaltende Trockenheit schlägt sich auch bei den Spielgeräten nieder“, sagt er und wackelt demonstrativ an einem Pfosten des Kletterturms auf dem Spielplatz Arlingtonstraße.

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Einmal nachziehen: Hardy Hutmacher hat derzeit ein besonderes Augenmerk auf die Schrauben der Holzspielgeräte. © Stadt Aachen/Elisa Bresser

Fehlende Luftfeuchtigkeit
„An dieser Stelle kann man gut sehen, dass sich das Holz zusammengezogen hat“, erklärt Christina Ganser, Sachbearbeiterin Spielplatzeinrichtung Nord beim Stadtbetrieb. „Die Luftfeuchtigkeit, die das Holz sonst umgibt, fehlt. Dadurch lösen sich die Schrauben.“ Also ziehen die sechs Spielplatzkontrolleure des Stadtbetriebs, im Rahmen der wöchentlichen Sichtkontrollen auf den insgesamt rund 300 städtischen Spieleinrichtungen, die Schrauben bei den Holzspielgeräten nach.

Dabei müssen sie mit Bedacht und Fingerspitzengefühl vorgehen, erklärt Hardy Hutmacher: „Wir können die Schrauben nicht zu fest ziehen, denn wenn das Holz beim nächsten Regen Wasser speichert, dehnt es sich wieder aus. Sind die Schrauben dann zu fest, sprengt die Feuchtigkeit im Holz die Schraubgewinde auf.“ Die Folge wären kaputte Balken, die ausgetauscht werden müssten.

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Keine Gefahr geht von den Trockenrissen aus: Dennoch dokumentieren die Spielplatzkontrolleure den Verlauf. Zöge sich der Riss zu weit durch den Balken, würde er zusätzlich gesichert. © Stadt Aachen/Elisa Bresser


In den vergangenen fünf Wochen fanden die Spielplatzkontrolleure immer wieder Stellen, an denen nicht mehr viel Spielraum ist. Klettergriffe und -steine an Kletterwänden beispielsweise lösen sich immer wieder. Sie sind auf der rückwärtigen Seite mit einer Holzplatte verschraubt. Auch diese zögen sich zusammen, die Schraube lockere sich und der Griff ließe sich drehen, erläutert Hutmacher. „Auch hier können wir nur vorsichtig nachstellen, denn die Platten saugen sich schnell voll Wasser und die Gefahr ist groß, dass sie dann aufplatzen.“

Spielplätze sind sicher
Eine Einschränkung auf die Stand- und Spielsicherheit besteht durch das sich bewegende Holz nicht. „Es ist ein natürlicher Prozess und alle Spielgeräte sind sicher“, betont Christina Ganser. Dennoch bittet sie darum, falls ein Pfosten etwas lockerer sein sollte, nicht absichtlich an diesem zu rütteln.

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Teamarbeit: Christina Ganser und Hardy Hutmacher prüfen die Spielgeräte Stück für Stück. Schrauben, die sich gelockert haben, werden direkt nachgezogen. © Stadt Aachen/Elisa Bresser


Mit der anhaltenden Hitze haben sich auch die Trockenrisse im Holz vergrößert. „Jedes Stück Holz hat beim Kauf bereits diese Risse“, erklärt Ganser. „Es ist ein Naturprodukt. Bei der aktuellen Trockenheit werden die Risse eben größer.“ Dieser Prozess wird von den Spielplatzkontrolleuren dokumentiert. Sollte sich etwas gravierend verändern, würde ein Spielgerät zusätzlich abgesichert. „Das ist bisher aber nicht der Fall“, sagt Hutmacher. Eltern und Kinder bräuchten sich keine Sorgen machen. „Alle Spielgeräte sind in Ordnung.“

Herausgegeben am 07.08.2018 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
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