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Aktionstag: 3D-Drucken und Experimentieren

  • Der FabBus der FH Aachen und das eXploregio.mobil des eXploregio.net-Netzwerks boten Wissenschaft zum Anfassen.
  • Die Experimente sollen Kinder und Jugendliche für MINT-Fächer begeistern.
  • Ein Trompetenkonzert auf den Rathaustreppen am Katschhof beendete den Aktionstag.

© Stadt Aachen / Julius Wehrmann
Voll mit 3D-Drucktechnik: Der FabBus der Fachhochschule Aachen war zum Aktionstag am „Archimedischen Sandkasten“ auf den Katschhof gerollt. © Stadt Aachen/Julius Wehrmann

Heute (Donnerstag, 3. August) verwandelte sich der Aachener Katschhof in einen großen wissenschaftlichen Abenteuerspielplatz: Neben dem Workshop „Zukunft bauen“ im „Archimedischen Sandkasten“ war „Wolfgang“ zu Gast, der FabBus, das rollende 3D-Drucklabor der Fachhochschule Aachen (FH), untergebracht in einem alten Doppeldeckerbus. Und gleich daneben parkte das eXploregio.mobil des eXpolregio.net-Netzwerks, das vollgestopft mit spannenden Experimenten ist.

Wolfgang der FabBus
„Wolfgang“, so hat die FH ihr rollendes 3D-Druckerlabor getauft, das zum GoetheLab der FH gehört. Bereits seit 2015 rollt es durch die Region und ganz Deutschland, um Interessierten an Schulen oder in Unternehmen die Faszination des 3D-Druckens zu präsentieren. Aber: „So zentral, mitten im Herzen seiner Heimat, stand der FabBus noch nie“, freute sich Laura Thurn, Dokotorandin an der FH und im GoetheLab-Team. „An Bord sind elf 3D-Drucker und acht Computerarbeitsplätze“, beschrieb Thurn ganz grob den Inhalt des Busses. Untergebracht ist die komplexe Technik auf den zwei Etagen eines ehemaligen Berliner Doppeldeckerbusses. Als Passagiere hatten sich am Vormittag Jugendliche bei einem Ferienworkshop eingefunden. Mit hoher Konzentration und Begeisterung erarbeiteten sie mit CAD-Programmen individuelle Schlüsselanhänger und kleine Modelle – etwa des Aachener Doms – um diese dann dreidimensional in Kunststoff auszudrucken, der zunächst beim Druck 250 Grad Celsius heiß ist. Auch die Druckzeiten sind beeindruckend: Braucht ein kleiner Schlüsselanhänger rund 30 Minuten, so benötigt man für einen Miniatur-Dom auch schon mal bis zu drei Stunden. Am Nachmittag wurde der FabBus dann für alle Interessierten geöffnet, die immer mal sehen wollten, wie 3D-Drucker arbeiten.

© Stadt Aachen / Nadine Jungblut
3D-Drucken: Die am Computer erstellten und bearbeiteten Daten wurden im Drucker zu individuellen Schlüsselanhängern oder Modellen. © Stadt Aachen/Nadine Jungblut

Das eXploregio.mobil begeisterte Grundschulkinder
Auch im benachbarten eXploregio.mobil wurde den ganzen Tag experimentiert, um MINT-Inhalte (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) „für Kinder im Grundschulalter begreifbar zu machen und für Wissenschaft zu begeistern“, wie Yvonne Hugot-Zgodda von der Geschäftsstelle eXploregio.net erläuterte. Das Angebot war frei für alle Kinder und wurde – trotz zeitweiligen Regens – begeistert belagert.

„eXploregio.net ist ein grenzüberschreitendes Netzwerk außerschulischer Lernorte in der Euregio Maas-Rhein“, so Hugot-Zgodda. In ihren Einrichtungen präsentieren die mehr als 30 Partner auf lebendige Art Naturwissenschaft, Technik und Kultur aus verschiedensten Blickwinkeln. Wirkliches Begreifen ergibt sich dabei durch eigenes Erleben und Experimentieren. Das Mobil kann dafür mit unterschiedlichen Experimenten bestückt werden und zum Beispiel zu Schulen fahren. Dabei können auch immer Versuche gemacht werden, die in einem Klassenraum so nicht möglich wären. Auf den Katschhof war das Mobil mit zwei Partnern gerollt: Gemeinsam mit den Fachleuten des Continiums Kerkrade konnte selber eine „optische Täuschung“ aus Draht und Murmeln gedreht oder eine Riesen-Büroklammer gebogen werden. Und am InfoSphere der RWTH wurden an Tablets Lego-Bienen-Roboter programmiert, um sie fliegen zu lassen, Codes geknackt oder Lernspiele ausprobiert.

Der Aktionstag wurde durch die Unterstützung des zdi-Netzwerk Aachen und Kreis Heinsberg ermöglicht. Das zdi-Netzwerk (Zukunft durch Innovation.NRW) ist eine Gemeinschaftsoffensive zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen, das im Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen koordiniert wird. „Das Ziel des Netzwerks ist, Kinder und Jugendlichen zu zeigen, dass Technik, Informatik, Naturwissenschaft und Mathematik nicht von Nerds mit Brille im Keller vor dem Computer gemacht wird, sondern wirklich spannend ist“, erklärte Anja Koonen vom zdi-Netzwerk.

Händels „Feuerwerksmusik“ beendet den Aktionstag
Den Abschluss des Aktionstages bildete dann ein Konzert: Das Trompeten-Ensemble aus Studierenden der Aachener Hochschule für Musik und Tanz rund um Professorin Anna Freeman bot die „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel auf hohem technischen Niveau auf der Rathaustreppe am Katschhof.

© Stadt Aachen / Nadine Jungblut
Optische Täuschung: Aus Draht, Schur und einer Murmel wurde eine drehende Spirale gebastelt. © Stadt Aachen/Nadine Jungblut

Herausgegeben am 03.08.2017 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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