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Corona-Antikörperstudie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung läuft ab dem 09. September in Stadt und StädteRegion Aachen

Mit dem Ziel, das Infektionsgeschehen mit SARS-CoV-2 (Coronavirus) besser überblicken zu können, hat das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) im Juli eine bundesweite Antikörperstudie gestartet. In bis zu zehn ausgewählten Städten und Kreisen soll dabei unter anderem untersucht werden, wie viele Menschen sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben und wie der Immunstatus in der Bevölkerung ist. Ein Untersuchungsgebiet ist die StädteRegion Aachen. Hier starten ab dem 09. September die Probeentnahmen. Eingeladen wurden nach dem Zufallsprinzip 3000 erwachsene Personen aus Aachen, Eschweiler, Stolberg, Herzogenrath und Würselen. „Die Ergebnisse können dabei helfen, Präventionsmaßnahmen zu verfeinern“, so Professor Dr. Gérard Krause, Leiter der Abteilung der Abteilung Epidemiologe am HZI und Leiter der Studie. „Das Wissen um den Immunstatus der Bevölkerung ist wichtig für die Erarbeitung von Impfstrategien, zum Beispiel wenn es um die Frage geht, welche Berufs- oder Altersgruppen besonders geschützt und für die Impfungen priorisiert werden müssen.“

Nachdem die Studie bereits in Freiburg und Reutlingen durchgeführt wurde, folgt nun die StädteRegion Aachen. „Wir haben früh signalisiert, dass wir bereit sind mitzumachen und stehen zu 100 Prozent dahinter, dass die Studie hier durchgeführt wird“, so Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. Er ist ebenso wie Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp gespannt auf die Ergebnisse. Milde oder gar asymptomatisch verlaufende Infektionen mit dem Corona-Virus werden häufig nicht erkannt. Während die üblichen Abstrichtests zum Nachweis einer akuten Infektion dienen, lassen Antikörpertests auch verlässliche Rückschlüsse auf bereits überstandene Covid-19-Infektionen zu. So kann die Studie dazu beitragen, das Infektionsgeschehen besser einzuschätzen. „Über lokale Maßnahmen im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung können wir in den Krisenstäben besser entscheiden, wenn wir zum Beispiel wissen, ob schon eher mehr oder eher weniger Menschen immun sind“, so Philipp.

Wer als Proband oder Probandin dabei ist, hat bereits ein Einladungsschreiben mit allen notwendigen Informationen erhalten. Die Einladung ist personalisiert und nicht übertragbar. Studienleiter Krause zeigt sich optimistisch, dass viele Menschen die Einladung zur freiwilligen Teilnahme annehmen: „Wir sehen, dass das Interesse auch bei den Probanden groß ist. In Freiburg und Reutlingen haben 50 Prozent aller eingeladenen Bürgerinnen und Bürger teilgenommen.“

Ablauf der Studie

Wer als ausgewählter Proband bereit ist teilzunehmen, wird an einem zentralen Ort in Aachen nach einem Aufklärungsgespräch zu verschiedenen Themenbereichen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie befragt. Anschließend folgt die Blutentnahme durch medizinisches Fachpersonal der Johanniter-Unfall-Hilfe der Region Aachen-Düren-Heinsberg. Sollte der Weg in das Studienzentrum ein Gesundheitsrisiko darstellen oder nicht möglich sein, weil die Person nicht mobil ist, rückt ein mobiles Team zum Hausbesuch aus. Pro Tag werden rund 100 Personen untersucht. Insgesamt sollen so Laborwerte von rund 3000 Probanden gesammelt werden. Die Labor- und Befragungsdaten werden pseudonymisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Insgesamt wird die Studie über die Dauer von einem Jahr durchgeführt. In den ausgewählten Kommunen werden drei bis vier Monate nach der ersten Erhebung erneut Blutproben genommen und untersucht.

Herausgegeben am 08.09.2020 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Dr. Jutta Bacher
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