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Aktuelle Lage Stadt und StädteRegion Aachen zum Corona-Virus

  • Aktuell 61 bestätigte Coronafälle in der StädteRegion Aachen (davon 21 in der Stadt Aachen).
  • Bei sechs Personen, die zu den ersten positiv getesteten Fällen in der StädteRegion Aachen zählten, konnte nachgewiesen werden, dass sie wieder gesund und nicht mehr infektiös sind.
  • Die Krisenstäbe treffen sich am frühen Abend erneut, um über mögliche Absagen von Großveranstaltungen zu beraten. Die Leiterin des Gesundheitsamtes appelliert an alle Bürger, getroffene Maßnahmen zu akzeptieren und zu unterstützen.

Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich am Dienstagmorgen erneut getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen. Dabei wurde festgehalten, dass es insgesamt in der StädteRegion nunmehr 61 Fälle gibt, davon 21 in der Stadt Aachen.

„Frei-Testungen“: Unterdessen haben im Kommunalen Abstrichzentrum die ersten sogenannten „Frei-Testungen“ stattgefunden. Das heißt: Bei aktuell sechs Personen, die zu den ersten positiv getesteten Fällen in der StädteRegion Aachen zählten, konnte nachgewiesen werden, dass sie wieder gesund und nicht mehr infektiös sind. Ergebnisse von weiteren „Frei-Testungen“ werden in den kommenden Tagen erwartet.

Veranstaltungen: In Erwartung des Erlasses des NRW-Gesundheitsministeriums zur Frage, ob Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmenden abzusagen sind, beraten die Krisenstäbe derzeit die möglichen Auswirkungen für die Stadt Aachen und die übrigen Kommunen der StädteRegion Aachen. Eine Entscheidung aus Düsseldorf soll im Nachmittag folgen, es wird danach in Aachen zeitnah eine weitere Krisenstabssitzung geben. Aus den bisherigen Beratungen der Krisenstäbe ist abzuleiten, dass es bei allen Maßnahmen, die ergriffen werden, darum geht, die weitere Verbreitung der Krankheit einzudämmen oder zumindest zu verlangsamen und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. In dieser Betrachtung stehen ältere und vorerkrankte Bürgerinnen und Bürger im Blickpunkt.

Appell von Dr. Gube: In diesem Zusammenhang weist die Leiterin des Gesundheitsamtes der StädteRegion, Dr. Monika Gube, darauf hin, dass nun „alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert werden, die Maßnahmen zum Schutz besonders anfälliger Personengruppen zu unterstützen. Um die aktuell noch niedrigen Infektionszahlen in der StädteRegion möglichst lange in diesem Bereich zu halten, sind wir nun alle gefordert, Rücksicht zu nehmen und die eine oder andere möglicherweise negativ empfundene Einschränkung im Alltag zu akzeptieren.“ Hierzu gehöre auch, die Hygieneempfehlungen (häufiges Händewaschen, Husten- und Niesettikette etc.) einzuhalten und bei eigener Erkrankung tatsächlich zu Hause zu bleiben.

Hinweis für Menschen in Quarantäne: Die Krisenstäbe haben eine Broschüre „Informationen für Menschen in Quarantäne“ fertiggestellt. Diese Schrift richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in „häusliche Quarantäne“ begeben müssen. Hierin gibt es Antworten auf die meistgestellten Fragen und Verhaltenshinweise. Die Broschüre enthält auch Erläuterungen in leichter Sprache und hängt dieser Pressemitteilung an. Sie wird auch auf den Homepages von Stadt und StädteRegion Aachen veröffentlicht.

Schulen und Kita: Neun Schulen in der StädteRegion und eine Kita mit einem positiven Corona-Fall bleiben noch bis 15. März geschlossen. Im Überblick sind das:

  • Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Herzogenrath)
  • Paul-Julius-Reuter Berufskolleg (Aachen)
  • Regenbogenschule (Stolberg)
  • Grundschule Grengracht (Baesweiler)
  • Heilig-Geist-Gymnasium (Würselen)
  • Gymnasium Baesweiler
  • Berufskolleg Herzogenrath
  • Berufskolleg Simmerath/Stolberg !nur Standort Stolberg!
  • Pharmazeutisch-Technische Lehranstalt Baesweiler

Zur Erläuterung: Diese neu hinzugekommene Schulschließung resultiert aus einem positiv getesteten Schüler aus dem Kreis Heinsberg.

  • Kita Biberburg (Alsdorf)

In all diesen Fällen ist der Krankheitsverlauf mild oder moderat. Die betroffenen Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Alle Anordnungen wurden aus Gründen des vorsorglichen Gesundheitsschutzes getroffen, damit das Gesundheitsamt nun möglichst viele direkte Kontaktpersonen identifizieren kann. Kontaktpersonen sind nach einer Definition des Robert-Koch-Instituts alle, die mindestens 15 Minuten „face to face“, also in direktem, nahem Kontakt in einem geschlossenen Raum mit dem Betroffenen zusammen waren. Die direkten Kontaktpersonen werden gezielt vom Gesundheitsamt aufgefordert, in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Alle, die nicht als Kontaktperson identifiziert wurden, müssen nicht zu Hause bleiben.

Abstrichzentrum: Das Kommunale Abstrichzentrum ist wochentags, 8 bis 18 Uhr, wieder erreichbar. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen. An der Hotline wird abgeklärt, ob zwei Bedingungen grundsätzlich erfüllt sind. Zum einen muss der Anrufende eine Kontaktperson der „1. Kategorie“ zu einem positiv getesteten Menschen sein (also 15 Minuten Kontakt von Angesicht zu Angesicht in einem geschlossenen Raum gehabt haben). Und der Anrufende muss entsprechende Krankheitssymptome aufweisen. Sollten beide Bedingungen erfüllt sein, erhält man eine Einladung ins Abstrichzentrum per E-Mail.

Empfehlung: Gemäß den aktuellen Empfehlungen für die Regelungen an Krankenhäuser, die den Schutz besonders gefährdeter Zielgruppen vorsieht, gilt weiterhin, dass für entsprechend gefährdete Patientengruppen ein Besucherstopp angeordnet wird. Informationen über die Umsetzung vor Ort sind in den Einrichtungen zu erfragen. Für die Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen wird dringend empfohlen, zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner von Besuchen abzusehen. Nach wie vor gilt die Aufforderung, die Hygieneregeln zu befolgen.

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen unterhält seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (ab sofort an Werktagen von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 8 bis 15 Uhr) eingerichtet. Die angepassten Dienstzeiten resultieren aus dem zurzeit abnehmenden Anrufer-Aufkommen.

Aktiviert ist an Werktagen auch die Behördenrufnummer 115.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer 0211/91191001 geschaltet.

Medizinischer Bereitschaftsdienst: Die hausärztlichen Bereitschaftsdienste sind auch am Wochenende über die Hotline 116117 zu erreichen.

Ausdrückliche Bitte an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!

Weitere Infos zum Abstrichzentrum und zum generellen Umgang mit dem Corona-Virus findet am unter www.aachen.de/corona und www.staedteregion-aachen.de/coronavirus

Download: Broschüre „Informationen für Menschen in Quarantäne“

Herausgegeben am 10.03.2020 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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