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Aktuelle Lage Stadt und StädteRegion Aachen zum Corona-Virus

  • Aktuell 63 bestätigte Coronafälle in der StädteRegion Aachen (davon 22 in der Stadt Aachen).
  • Checkliste für Veranstaltungen steht zum Download auf www.aachen.de/corona bereit. Bei weiteren Fragen zur Bewertung einer Veranstaltung stehen die jeweils zuständigen Ordnungsbehörden zur Verfügung.
  • Kommunale Veranstaltungen werden ebenfalls anhand der Checkliste geprüft und bewertet. Finale Abstimmung darüber findet morgen im Krisenstab statt.

Die gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen haben sich am Mittwochmorgen erneut getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen. Dabei wurde festgehalten, dass es insgesamt in der StädteRegion nunmehr 63 Fälle gibt, davon 22 in der Stadt Aachen.

Veranstaltungen: Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden in Stadt und StädteRegion Aachen dürfen bis Karfreitag, 10. April, nicht mehr stattfinden. Bei der Frage, wie mit der Planung für Veranstaltungen nach dem 10. April umzugehen ist, verweisen die Krisenstäbe darauf, dass hier Veranstalter auf eigenes Risiko agieren. Als Grundlage für die Entscheidung der Krisenstäbe dient der Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums, der am Dienstagnachmittag (10. März) vorgestellt worden ist.

Bei Veranstaltungen unterhalb der 1000er-Grenze appellieren die Krisenstäbe an das Verantwortungsbewusstsein aller Veranstalter und fordern sie zur Kooperation auf. Zur objektiven Bewertung der jeweiligen Veranstaltung geben Stadt und StädteRegion Aachen den Veranstaltern eine Checkliste an die Hand. Basis hierfür sind die Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Die Checkliste steht online unter www.aachen.de/corona zum Download bereit. Mithilfe der Checkliste, in der die wesentlichen Faktoren der Veranstaltung abgefragt und bepunktet werden, erhalten die Veranstalter ein Ergebnis nach Ampelfarben. Daraus ergeben sich die Empfehlungen, ob eine Veranstaltung als risikoreich einzustufen ist. Bei Rot empfehlen die Krisenstäbe die Absage. Bei weiteren Fragen zur Bewertung einer Veranstaltung stehen die jeweils zuständigen Ordnungsbehörden zur Verfügung.

Die Stadt Aachen und die übrigen Kommunen der StädteRegion Aachen verfahren bei eigenen Veranstaltungen unter 1000 erwarteten Teilnehmenden nach dem gleichen Prinzip. Auch hier wird nach der Checkliste entschieden. Im Laufe des heutigen Tages werden alle kommunalen Veranstaltungen in Stadt und StädteRegion Aachen beraten. Abschließende Entscheidungen hierzu sollen in der morgigen Sitzung der Krisenstäbe gefällt werden.

Abstrichzentrum: Das Kommunale Abstrichzentrum ist wochentags, 8 bis 18 Uhr, erreichbar. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen vorher die Telefonhotline 0241/5198-7500 anrufen. An der Hotline wird abgeklärt, ob zwei Bedingungen grundsätzlich erfüllt sind. Zum einen muss der Anrufende eine Kontaktperson der „1. Kategorie“ zu einem positiv getesteten Menschen sein (also 15 Minuten Kontakt von Angesicht zu Angesicht in einem geschlossenen Raum gehabt haben). Und der Anrufende muss entsprechende Krankheitssymptome aufweisen. Sollten beide Bedingungen erfüllt sein, erhält man eine Einladung ins Abstrichzentrum per E-Mail. In den vergangenen Tagen sind jeweils rund 100 Abstriche im Zentrum genommen worden. Der moderate Anstieg der Fallzahlen zeigt, dass die ergriffenen Maßnahmen offensichtlich zur Eindämmung und Verlangsamung der Verbreitung des Virus beitragen.

Schulen und Kita: Zehn Schulen in der StädteRegion und eine Kita bleiben noch bis 15. März geschlossen. Im Überblick sind das:

  • Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule(Herzogenrath)
  • Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg (Aachen)
  • Regenbogenschule(Stolberg)
  • Grundschule Grengracht (Baesweiler)
  • Heilig-Geist-Gymnasium(Würselen)
  • Gymnasium Baesweiler
  • Berufskolleg Herzogenrath
  • Berufskolleg Simmerath/Stolberg (nur Standort Stolberg)
  • Pharmazeutisch-Technische Lehranstalt Baesweiler (betrifft nicht die Martinusschule, die im gleichen Gebäude untergebracht ist)
  • Weiterbildungskolleg der StädteRegion Aachen (Standorte Aachen und Würselen)
  • Kita Biberburg (Alsdorf)

In all diesen Fällen ist der Krankheitsverlauf mild oder moderat. Die betroffenen Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Alle Anordnungen wurden aus Gründen des vorsorglichen Gesundheitsschutzes getroffen, damit das Gesundheitsamt nun möglichst viele direkte Kontaktpersonen identifizieren kann. Kontaktpersonen sind nach einer Definition des Robert-Koch-Instituts alle, die mindestens 15 Minuten „face to face“, also in direktem, nahem Kontakt in einem geschlossenen Raum mit dem Betroffenen zusammen waren. Die direkten Kontaktpersonen werden gezielt vom Gesundheitsamt aufgefordert, in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Alle, die nicht als Kontaktperson identifiziert wurden, müssen nicht zu Hause bleiben.

Hinweis für Menschen in Quarantäne: Die Krisenstäbe haben eine Broschüre „Informationen für Menschen in Quarantäne“ fertiggestellt. Diese Schrift richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich in „häusliche Quarantäne“ begeben müssen. Hierin gibt es Antworten auf die meistgestellten Fragen und Verhaltenshinweise. Die Broschüre enthält auch Erläuterungen in leichter Sprache und steht auf den Homepages von Stadt und StädteRegion Aachen als Download zur Verfügung.

Empfehlung: Gemäß den aktuellen Empfehlungen für die Regelungen an Krankenhäuser, die den Schutz besonders gefährdeter Zielgruppen vorsieht, gilt weiterhin, dass für entsprechend gefährdete Patientengruppen ein Besucherstopp angeordnet wird. Informationen über die Umsetzung vor Ort sind in den Einrichtungen zu erfragen. Für die Alten-, Wohn- und Pflegeeinrichtungen wird dringend empfohlen, zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner von Besuchen abzusehen. Nach wie vor gilt die Aufforderung, die Hygieneregeln zu befolgen.

Bürgertelefon: Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen unterhält seit Beginn der Krisenstabsaktivitäten für allgemeine Informationen (nicht für die persönliche medizinische Beratung!) rund um das Thema eine Corona-Info-Hotline über 0241/510051 (ab sofort an Werktagen von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 8 bis 15 Uhr) eingerichtet. Die angepassten Dienstzeiten resultieren aus dem zurzeit abnehmenden Anrufer-Aufkommen.

Aktiviert ist an Werktagen auch die Behördenrufnummer 115.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat darüber hinaus eine Hotline zum Corona-Virus unter der Nummer 0211/91191001 geschaltet.

Medizinischer Bereitschaftsdienst: Die hausärztlichen Bereitschaftsdienste sind auch am Wochenende über die Hotline 116117 zu erreichen.

Ausdrückliche Bitte an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufnummern 110 und 112!

Herausgegeben am 11.03.2020 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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