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Aachen will „Fairtrade-Stadt“ bleiben

An drei Aktionstagen im Mai fair gehandelte Produkte kennenlernen

  • Aachen ist im Jahr 2011 erstmalig als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet worden und will diesen Titel weiterhin behalten. Deshalb gibt es mehrere Aktionstage im Mai.
  • Fair gehandelte Produkte sind oftmals Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade und  Kleidung, inzwischen gibt es aber auch Blumen.
  • Es ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig, um die Menschen in Aachen auf den fairen Handel aufmerksam zu machen und sie dafür zu gewinnen, die Produkte auch zu kaufen.

Die Stadt Aachen ist seit 2011 Fairtrade-Stadt und will es auch bleiben. Aachen ist damit eine von über 450 Fairtrade-Kommunen in Deutschland. Alle Städte und Gemeinden verbindet das Ziel, den fairen Handel vor Ort zu stärken. Alle zwei Jahre wird überprüft, ob die Fairtrade-Kommunen ihren Verpflichtungen noch nachkommen und den Titel weiter tragen dürfen. In Aachen steht eine solche Überprüfung für dieses Jahr wieder an.

Die Aachener Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“ veranstaltet deshalb im Mai drei Aktionstage. Gastwirte und Einzelhändler in der Altstadt unterstützen die Initiative tatkräftig.  Zur Steuerungsgruppe gehören der MAC (Märkte und Aktionskreis City), Misereor, die Stadt Aachen, das Eine Welt Forum, der Weltladen Aachen und die DEHOGA (Deutscher Dachverband des Hotel- und Gaststättengewerbes).

Was ist fairer Handel?
„Der Handel und die Handelspartnerschaften zwischen Deutschland und den Produktionsländern sollen gestärkt und fairer werden, die Produktionsbedingungen verbessert und menschenwürdiger sein“, sagt Wilfried Wunden, Referent für den fairen Handel beim in Aachen ansässigen Hilfswerk Misereor. Meistens wird fairer Handel mit Kaffee, Kakao, Tee oder auch Kleidung in Verbindung gebracht. Doch inzwischen gibt es immer mehr Blumen auf dem Markt, die oft aus Afrika stammen und als fair gehandelt in Deutschland angeboten werden. In Aachen bietet die Bäckereikette Moss inzwischen sogar ein „faire Aachener Printe“ an.

Wer kann den Titel „Fairtrade-Stadt erhalten?
Die Fairtrade-Kommunen müssen bis zu fünf Kriterien erfüllen, um den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen zu dürfen. Eine davon ist ganz wichtig: Die Stadt muss dahinter stehen, muss die Idee mittragen und zum Beispiel bei Sitzungen fair gehandelte Produkte anbieten. „Wir tun alles Denkbare, um die Idee weiter voranzutreiben“, sagt Aachens Umweltdezernent Dr. Markus Kremer. Doch damit nicht genug. Es muss eine Steuerungsgruppe mit diversen Akteuren gegründet werden. Und es geht immer auch darum, den örtlichen Einzelhandel, die Gastronomie oder auch Schulen und Medien an der Entwicklung zu beteiligen – je mehr mitmachen, desto besser.

In Aachen werden in mehr als 50 Geschäften und in 30 Gaststätten fair gehandelte Produkte angeboten. „Die Palette an Produkten ist deutlich größer geworden, die Nachfrage dadurch gestiegen“, sagt Manfred Piana vom Märkte- und Aktionskreis City (MAC). Diverse Schulen und Kirchengemeinden haben sich dem fairen Handel verschrieben und werben in ihrem Umfeld für die Idee. Der Weltladen in der Jakobstraße bietet mit einigen ehrenamtlich aktiven Mitarbeitern Fortbildungen an.

Doch es ist noch eine Menge zu tun, sagen die Akteure in der Steuerungsgruppe auch. Denn noch ist die Gruppe der Menschen, die gezielt Produkte aus fairem Handel kaufen, nicht besonders groß. Hier gilt es, noch viel Aufklärung zu leisten. Erst wenn noch mehr Menschen als bisher auf diese Produkte zugreifen, können die Preise sinken und wird es für viele reizvoller, Fairtrade-Produkte zu kaufen.

Drei Aktionstage im Mai
Um Werbung und Aufklärung geht es auch bei den drei Aktionen, die die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt für den Mai vorbereitet hat. Los geht es am Samstag, 6. Mai, mit einem „fairen Frühstück für alle“ in zwei Zelten auf dem Münsterplatz zwischen 11 und 13 Uhr. Es gibt leckere Aufstriche, frische Säfte, aromatischen Kaffee und hochwertigen Tee – alles aus fairem Handel. Unterstützt wird die Aktion von der Gaststätte Goldenes Einhorn, von der Bäckerei Moss und von „Via Integration gGmbH“.

Weiter geht am Samstag, 13. Mai, mit einer Offenen Tür im Weltladen an der Jakobstraße 9 von 11 bis 15 Uhr. Geboten werden ein „faires Buffet“ und eine Straßentheateraktion zur Kampagne „Faire Arbeitsbedingungen weltweit. Überdies sind die Mitarbeiter des Weltladens immer bestens informiert über fair gehandelte Produkte.

Und in einer dritten Aktion mit dem Titel „Shoppen und fair genießen“ laden viele Geschäftsleute aus der Altstadt am Samstag, 27. Mai, von 10 bis 18 Uhr in ihre Ladenlokale ein. An einer mobilen Espressobar vor dem Rathaus können interessierte Aachener zum Beispiel den „Aachen-Café Amistad“ kostenlos probieren.

Die Samstagstermine im Überblick

  • 6. Mai: „Faires Frühstück für alle“ am Münsterplatz, 11 bis 13 Uhr
  • 13. Mai: Tag der Offenen Tür im Weltladen an der Jakobstraße 9, 11 bis 15 Uhr
  • 27. Mai: Aktion „Shoppen und fair genießen“ in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Altstadt, bei der Kaufleute ihre Kunden auf eine kostenlose Tasse „Aachen-Café Amistad“ einladen, 10 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen zu den Aktionstagen: www.fairhandeln.info

Herausgegeben am 05.05.2017 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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