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Zum zehnten Mal vergeben: Der städtische Förderpreis „Integration durch Sport“

  • · Mit dem Preis werden sportliche Projekte gewürdigt, die einen außergewöhnlichen und nachhaltigen Beitrag zur Integrationsarbeit in Aachen leisten.
  • · In diesem Jahr wurden zwei erste und ein zweiter Preis vergeben: Ein Tanzsport- und ein Handballprojekt sowie ein Jugend-, Kinder- und Familiensportprojekt in einem Brennpunktviertel wurden ausgezeichnet.
  • · Neun neue interkulturelle Übungsleiterinnen und -leiter erhielten ihre C-Lizenz-Urkunde.

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Bezirksbürgermeisterin Aachen-Mitte, Marianne Conradt, Preisträgerinnen und Preisträger sowie Uschi Brammertz (v.l.). © Aachener Förderverein Integration durch Sport/Nina Krüsmann

Der städtische Förderpreis „Integration durch Sport“ ist Ende vergangener Woche im Ballsaal des Alten Kurhauses bereits zum zehnten Mal vergeben worden. Mit dem Preis werden sportliche Projekte gewürdigt, die einen außergewöhnlichen und nachhaltigen Beitrag zur Integrationsarbeit in Aachen leisten. Drei ausgewählte Bewerber erhielten Geldpreise und eine öffentlichkeitswirksame Präsentation des Projekts.

„Es geht es sowohl darum, Menschen mit Behinderung teilhaben zu lassen, als auch Jugendliche verschiedener Nationalitäten zusammenzubringen. Neben Projekten, die die Integration fördern, zeichnen wir auch Aktionen aus, die einen nachhaltigen Beitrag zur Inklusion leisten“, erklärte Hans Georg Suchotzki, Vorsitzender des Aachener Fördervereins „Integration durch Sport“. Sport habe einen hohen integrativen Charakter, schaffe Netzwerke und sei nachhaltig.

Jury konnte sich nicht entscheiden

Im Vorfeld der diesjährigen Preisverleihung konnte die Jury sich nicht entscheiden und fand gleich zwei Projekte auszeichnungswürdig. Den ersten Preis erhielten daher sowohl die Rollstuhlhandballmannschaft ASV Schwarz-Rot 06 e.V. als auch das Projekt „Tanzen Inklusiv in Nordrhein-Westfalen e.V.“: „Die Preisträger bieten nicht nur den integrativen und inklusiven Sport, sondern sie binden die Menschen mit Handicap wie in eine Familie ein“, begründete Uschi Brammertz, Geschäftsführerin des Aachener Fördervereins Integration durch Sport.

Beim ASV Schwarz-Rot etwa sitzen alle Sportler im Rollstuhl, mit und ohne Behinderung, wie Leiterin Liesel Cords erklärte: „Das verstärkt das Körpergefühl und die Wahrnehmung und verbindet die Teilnehmer über alle Grenzen, auch was ihr Alter oder ihre Herkunft betrifft.“

„Jeder kann tanzen“

Udo Dumbeck vom Projekt „Tanzen Inklusiv“ berichtete von der langjährigen Umsetzung seines Mottos „Jeder kann tanzen“. „Bei uns kann man Inklusion erleben und es kann wirklich jeder mitmachen, zum Beispiel auch blinde und sehbehinderte Menschen oder solche mit einer Demenz“, so Dumbeck.

Den zweiten Platz belegte der Verein Kinder- und Jugendhilfe Driescher Hof e.V. mit dem Projekt „Let’s move!“. Er leistet Kinder- und Jugendarbeit mit Freizeit-, Betreuungs- und Bildungsangeboten in einem Brennpunktviertel. „Seit 2014 bieten wir neben den Schwerpunkten gesunde Ernährung, Gesundheitsförderung und Gartenarbeit auch Breakdance, Fußball und Boxtraining für Kinder, junge Erwachsene und Familien an“, erklärte die stellvertretende Leiterin Simone Jansen.

Für die beiden ersten Plätze gab es ein Preisgeld von jeweils 1.250 Euro, für den zweiten Platz 500 Euro.

Hauptmotor Sport

Dr. Gerwin-Lutz Reinink von der Staatskanzlei des Landes NRW betonte in seiner Festrede, welch herausragender Motor und Katalysator der Sport für die Integration sei. „Sport kann den Hauptmotor Sprache stark unterstützen und ist ein wichtiger Bildungsfaktor“, betonte Reinink.

Im feierlichen Rahmen der Preisverleihung erhielten neun neue interkulturelle Übungsleiter ihre C-Lizenz-Urkunde nach erfolgreicher Ausbildung für die Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund.

Auch im nächsten Jahr werden Vereine, Träger der freien Jugendhilfe, Migrantenselbstorganisationen sowie engagierte, ehrenamtlich arbeitende Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die durch einmalige oder langfristige Projekte im Sport einen Beitrag zur Integrationsarbeit und Inklusion in der Stadt leisten.

Herausgegeben am 08.09.2020 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Dr. Jutta Bacher
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