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Frühjahrsblüher in Rufbereitschaft

  • Wegen des milden Winters blühen in der Innenstadt noch überall die Winterblüher.
  • In der Stadtgärtnerei warten rund 100.000 Frühjahrspflanzen auf ihren Einsatz.
  • Die Stadtgärtnerei setzt auch auf „Trios“ in einem Topf, was, durch ihr Gewicht, Vögeln erschwert, sie auszureißen.

 

Die Auswirkungen des milden Winters zeigen sich in besonderer Weise im Stadtbild: Überall stehen die Winterblüher noch in voller Blüte. Alpenveilchen in Weiß, Rot und Violett reihen sich in der Komphausbadstraße aneinander, gepflanzt von den Gärtner*innen des Aachener Stadtbetriebs im vergangenen Herbst  

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Schöne Blüten bedeuten auch viel Arbeit für die Profis aus der Stadtgärtnerei. Die Hornveilchen wachsen schneller als geplant und tragen schon jetzt vereinzelt Blüten. (Foto: Stadt Aachen/Timo Pappert)

Derweil warten in den Gewächshäusern an der Krefeler Straße rund 100.000 Frühlingsblüher auf ihre Auslieferung in zehn Bereiche der Stadt sowie die städtischen Friedhöfe. Die Situation des milden Winters stellt die Gärtner*innen um Stadtgärtnereileiter Paul Gronen vor eine Herausforderung. „Es ist kein Problem bei Kälte das Gewächshaus zu heizen, bei zu warmen Temperaturen aber fast unmöglich es kalt zu halten“, erklärt er. Deswegen wird versucht, den natürlichen Wachstumsreiz einzudämmen. Dazu wird Stauchemittel gespritzt, um das optische Wachstum zu hemmen. Die Auszubildenden haben außerdem schon einige Blüten entfernt, die bereits ausgetrieben sind. Das Zellwachstum bleibt allerdings, nur die Streckung wird gehemmt. Darum ist das warme Wetter weiter ein Problem, weil die Pflanzen „platzen“ könnten.

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Auch die Primeln in der Stadtgärtnerei sind bereits mit bunten Blüten ausgestattet. (Foto: Stadt Aachen/Timo Pappert)

Jeder Bezirk wählt eigene Blumensorten und -farben

Damit jeder Stadtbezirk mit spezifisch ausgewählten Blumen beliefert werden kann, planen die Gärtner*innen die Pflanzungen mehr als ein halbes Jahr im Voraus. Bereits im Oktober wurden die Pflanzen als Jungpflanzen geliefert, getopft und anschließend im Kalthaus gelagert. Sie bekommen homöopathische Stärkungsmittel für bessere Nährstoffe und ein starkes Immunsystem. Dadurch benötigen sie keinerlei chemischen Pflanzenschutz.

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In Handarbeit werden 100.000 Pflanzen in der Stadtgärtnerei einzeln behandelt und im Zweifel auch Blüten wieder entfernt. (Foto: Stadt Aachen/Timo Pappert)

Seit einiger Zeit setz die Stadtgärtnerei auch auf „Trios“ in einem Topf. So entsteht eine bunte Mischung und die Pflanzen sind „dicker und schwerer, was es Vögeln erschwert, sie auszureißen“, erklärt Paul Gronen.

 

Wechselbeetbepflanzung in zwei Wochen

„In der Pflanzzeit benötigen wir etwa zwei Wochen, um alle Blüher in die Erde zu bringen“, sagt Gronen. Aus der Gärtnerei sind dafür sechs Mitarbeiter*innen in der Innenstadt unterwegs, in den Bezirken werden die Pflanzen von den dortigen Grünpflegekolonnen eingesetzt.

 

Noch bis nach Karneval werden die Frühjahrsblüher in den Gewächshäusern an der Krefelder Straße stehen. Zum einen wegen des möglich einsetzenden Frosts, zum anderen, um während der Karnevalstage nicht von Passanten zertreten zu werden. Dann aber werden die 100.000 Hornveilchen, Primeln, Myosalis (Vergissmeinnicht), Stiefmütterchen und Bellis in Mischbeete gesetzt. Mit Blumen verschiedener Blühphasen und Ruhephasen ergibt sich dann über viele Wochen ein immer wechselndes Frühlingsbild.

Herausgegeben am 07.02.2020 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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