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„Tag der Archive“ am 8. März beschäftigt sich mit der Kommunikation

  • Das Stadtarchiv Aachen lädt am 8. März gemeinsam mit dem Bischöflichen Diözesanarchiv, den Archiven von Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor und Missio sowie dem Fernmeldemuseum Aachen in die Nadelfabrik ein.
  • Gemeinsam präsentieren diese Institutionen unter dem Motto „Kommunikation – Von der Depesche zum Tweet“ interessante Details zur bewegten Geschichte Aachens und weisen gleichzeitig mit einem attraktiven Programm auf die Bedeutung archivischer Arbeit hin.
  • Der „Tag der Archive“ findet bundesweit alle zwei Jahre statt. Inzwischen wird er in Aachen zum zehnten Mal organisiert.

Wussten Sie, dass man einmal vor der Rufnummer eine „6“ auf dem Telefon wählen musste, um jemanden in Aachen-Burtscheid anzurufen? Oder eine „8“, um die entsprechende „Vermittlungsstelle“ im Bereich Hörn anzuwählen? Oder dass man nur über offizielle „Bekanntmachungen“ etwas über die neueste Entwicklungen in Stadt und Gemeinde erfuhr? „Kommunikation – Von der Depesche zum Tweet“ lautet entsprechend das umfassende Motto des „Tages der Archive“, der in Aachen am Sonntag, 8. März, darüber informiert, was sich so im Miteinander der Menschen verändert hat.

„Tag der Archive“ zum 10. Mal in Aachen

Diesmal wird Kommunikation in all ihren Ausprägungen unter die Lupe genommen. Bundesweit findet dieser besondere Tag alle zwei Jahre statt. Inzwischen wird er in Aachen zum zehnten Mal organisiert. Das Stadtarchiv Aachen in der ehemaligen Nadelfabrik am Reichsweg 30 bündelt in der Zeit von 12 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt kostbare Erinnerungen aus einer Zeit, die noch gar nicht so lange zurückliegt – ohne Internet und Mobiltelefon, aber mit den gleichen Bedürfnissen, wie sie heute noch bedient werden. Gäste im Haus sind dabei das Bischöfliche Diözesanarchiv, die Archive von Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor und Missio, sowie das Fernmeldemuseum Aachen. „Es macht Sinn, dass alles an einem Ort zusammentrifft“, betont Dr. René Rohrkamp, Leiter des Stadtarchivs. „So können interessierte Besucher umfassende Eindrücke sammeln und auf Gesprächspartner zu allen Themen treffen, sogar zur Ahnenforschung.“

Archivtag
Sie laden ein zum Tag der Archive 2020: (v.l.n.r.) Frieder Mari-Zeller (Archiv Missio und Sternsinger), Ferdinand Josephs (Fernmeldemuseum), Dr. Renè Rohrkamp (Stadtarchiv Aachen), Norman Kremer (Archiv Misereor), Dr. Beate Sophie Fleck (Diözesanarchiv) sowie Manfred Henning (Fernmeldemuseum). Foto: Stadt Aachen /Andreas Herrmann

Darstellung unterschiedlicher Kommunikationsmittel

Eines der ältesten Dokumente ist die Zulassung einer „Postzeitung“ am 25. August 1729 in Aachen – Vorläufer der Aachener Nachrichten. Der Begriff „Post“ trägt dabei die Information, dass man sich einst auf die Postkutsche verlassen musste, wenn man einen Brief verschicken wollte. Technische Anlagen, Schriften, Plakate und andere Kommunikationsmittel werden vorgestellt, etwa die berührende erste Darstellung, mit der Misereor 1959 auf den Hunger in der Welt aufmerksam machte. Abgebildet ist eine verzweifelt weinende Mutter mit ihrem sterbenden Kind im Arm. „Wir zeigen 16 Exponaten, die unter anderem die Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit zeigen“ meint Norman Kremer von Misereor. „Heute würden wir nicht mehr die Opfer zeigen, sondern wir konzentrieren uns auf Forderungen wie den Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit.“

Wie kommunizierte man in den Kirchengemeinden? Was heute im Internet zu finden ist, verkündeten einst Pfarrbrief und Aushang. Hinzu kamen die Predigten der Priester. „Erhalten sind echte Predigten, aber gleichfalls Musterpredigten, die man nutzte, um Anregungen zu finden“, beschreibt Dr. Beate Sophie Fleck eine kostbare Sammlung im Diözesanarchiv. Eine Inkunabel, also eines der frühesten Druckerzeugnisse aus dem 15. Jahrhundert mit Predigttexten stellt die Verbindung zur Vergangenheit her, denn dort, wo in der ehemaligen Kirche St. Paul jetzt die Dokumente bewahrt werden, gab es einst das Kloster des Predigerordens der Dominikaner.

Auch die Restaurierungswerkstatt darf besucht werden

Neben Führungen durch das Stadtarchiv, bei denen auch die Restaurierungswerkstatt besuchen darf, gibt es aus unterschiedlichen Bereichen kleine historische Filmsequenzen, Fotos und mehr. Eine frühe „Bild-Ton-Serie“ zum Hilfsprojekt „Kinder helfen Kindern“ hat Frieder Mari-Zeller gefunden, der das Sternsinger-Archiv aufbaut. „Das waren eher bescheidene Kommunikationsmittel“, erzählt er. „Wer die Dias zeigte, musste dazu parallel den Text verlesen, damit es Sinn machte.“ Ein Kinderkochbuch und ein Kartenspiel führen gleichfalls in Kinderwelten.

War es für Ferdinand Josephs und Manfred Henning vom Postmuseum zu Anfang die Frage, wie man die technischen Entwicklungen der Telekommunikation der letzten hundert Jahre mit dem Wechsel von der analogen zur digitalen Technik dokumentieren und weitergeben konnte, so stehen inzwischen die Fragen zur Bewahrung digitaler Informationen im Vordergrund. In einer historischen Leseecke dürfen große und kleine Archiv-Tag-Besucher ausruhen und schmökern oder ausprobieren, wie man einst mit Feder und Tinte schrieb – einen Brief und keine SMS.

Tag der Archive

Sonntag, 8. März,

12 bis 17 Uhr

Stadtarchiv Aachen in der Nadelfabrik, Reichsweg 30, 52068 Aachen.

Infos: www.stadtarchiv-aachen.de

Herausgegeben am 05.03.2020 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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