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Neue Anekdote zum Kriegsende in Aachen: Whisky beschleunigte die Kapitulation

Die harten Fakten zum Kriegsende in Aachen sind hinlänglich bekannt: Am Samstag, 21. Oktober 1944, um 12.05 Uhr kapitulierte General Gerhard Wilck, Kommandeur der 246. Volks-Grenadierdivision und letzter Stadtkommandant von Aachen, und ging mit den bei der Verteidigung von Aachen eingesetzten deutschen Soldaten in Kriegsgefangenschaft. Mit seiner Division und anderen deutschen Verbänden hatte er vergeblich versucht, Aachen vor der Eroberung durch US-Einheiten zu verteidigen. Damit hatte die erste deutsche Großstadt kapituliert und Aachen war von der nationalsozialistischen Diktatur befreit. Doch wie genau es zur Unterschrift des Stadtkommandanten kam, war bislang nicht überliefert. Es war Amerikaner John T. Corley, Lieutenant Colonel des 26th Regiment der 1st Inf. Division, der die Kapitulationserklärung seinerzeit entgegennahm.

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(v.l.) Lt. General Clarence R. Huebner, Colonel John F.R. Seitz und Lt. Colonel John T. Corley in den zerstörten Straßen von Aachen. (© Privatarchiv Michael Corley)

Sein Sohn Micheal Corley hat am Dienstag, 8. Oktober, fast 75 Jahre später mit seiner Frau Solveigh Aachen besucht. Auf Einladung von Peter Sparla, Vorsitzender des Heimatvereins St. Tolbert Vaals, haben sie sich die Kaiserstadt angesehen. Bei einem Gespräch im Rathaus mit dem persönlichen Referenten des Oberbürgermeisters, Alexander Lohe, verriet Corley dann ein Detail des 21. Oktober 1944, das es bislang nicht in die Geschichtsbücher geschafft hat.

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Viel Gesprächsstoff: Peter Sparla (v.l.) und Alexander Lohe freuten sich über die neuen Anekdoten zum Kriegsende, die Michael und Solveigh Corley mit nach Aachen brachten. (© Stadt Aachen / Timo Pappert)

„Mein Vater erzählte mir, dass Wilck sich zunächst strikt geweigert habe, die Kapitulationserklärung zu unterzeichnen. Er kam in das Büro meines Vaters und sagte, er habe Angst, was dann mit seiner Familie passieren würde, die nicht bei ihm in Aachen lebte. Mein Vater goss ihm ein Glas Whisky ein und forderte ihn erneut zur Unterschrift auf. Doch Wilck verweigerte sich abermals. Mein Vater gab ihm ein zweites Glas, doch Wilck blieb stur. Also schenkte man wieder aus. Nach dem dritten Shot Whisky war er schließlich bereit, zu kapitulieren“, erzählte Corley die Anekdote im Rathaus. 75 Jahre nach den Ereignissen hat er die Geschichte des Kriegsendes in Aachen somit um ein weiteres Detail bereichert.

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Die Offiziere des 26th Regiment, der ersten Infanterie-Division (Big Red One). (© Privatarchiv Michael Corley)

Info:

Aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung der Stadt Aachen von der nationalsozialistischen Diktatur lädt die Stadt am Sonntag, 20. Oktober, um 16 Uhr gemeinsam mit Gästen aus den Aachener Partnerstädten Arlington und Reims zu einer Gedenkveranstaltung mit anschließendem Stehempfang in den Krönungssaal des Aachener Rathauses ein.

Interessierte Bürger, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, können sich dazu formlos unter der Mail-Adresse protokoll-aachen@mail.aachen.de bei der städtischen Protokollabteilung anmelden.

Herausgegeben am 09.10.2019 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Bernd Büttgens
Markt 39
52062 Aachen
fon: 0241/432-1309
fax: 0241/28-121
mail: presse.marketing@mail.aachen.de

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