Stadt Aachen

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Aachen - Stadt der Wissenschaft

Wissenschaft ist nicht national. Schon lange bevor Politiker über den Abbau von Schranken nachdachten, haben Wissenschaftler diese ignoriert und überwunden. Sie verstanden es stets, Kompetenzen, Erfahrungen und Kreativität über jede Länder-, Sprach- und auch Kulturgrenze hinweg zu vernetzen und dann zum Nutzen der Menschen einzusetzen.Wo könnte dies spürbarer sein als in der Europastadt Aachen, an deren Stadtgrenzen drei Nationen mit drei Sprachen und fünf Kulturen aufeinander treffen.

Grenzen überschreiten
An diesem Ort wird der europäische Einigungsprozess gelebt. Die Wissenschaft fand hier den notwendigen Freiraum, um zu lehren, zu forschen, zu entwickeln, zu testen, auch um zu revidieren, vor allem aber, um Grenzen zu überschreiten. Seit dem 8. Jahrhundert ist die Geschichte der Stadt mit der Wissenschaft verknüpft.

Scientific Community
Bereits Karl der Große versammelte in seiner Pfalz im Herzen der Stadt die Scientific Community seiner Zeit. Interdisziplinäre Ansätze, eine Sprachgrenzen überwindende Denkweise und die Verzahnung der Wissenschaften mit Kunst und Kultur zum Nutzen der wirtschaftlichen Prosperität waren Merkmale seiner Regentschaft: ein Konzept, das sich bis heute bewährt hat.

Ford Forschungszentrums in Aachen
Wissenschaft als treibende Kraft: Die exzellente Hochschullandschaft der Region führte unter anderem zur Ansiedlung des europäischen Forschungszentrums von Ford in Aachen.

Wissens- und Technologieregion
Aachen ist heute Zentrum einer anerkannten Wissens- und Technologieregion. Die Stadt ist die stolze Heimat der größten Technischen Hochschule Westeuropas, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Die RWTH ist seit Oktober 2007 Exzellenz-Universität. Aachen ist Sitz der größten Fachhochschule Nordrhein-Westfalens. Beide Hochschulen arbeiten eng mit dem Forschungszentrum Jülich zusammen.

Aachen ist auch Standort der Hochschule für Musik Köln sowie der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen.

Hochschulen, Fraunhofer, Helmholtz...
Drei Fraunhofer-Institute, das Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik, das Institut für Kunststoffverarbeitung, das Werkzeugmaschinenlabor sowie neun Kompetenz- und Branchennetzwerke, weitere An-Institute der RWTH, das erste Technologiezentrum Deutschlands sowie ein Medizintechnisches Zentrum sind entscheidende Standortfaktoren für die Wirtschaft.

Wissenschafter und Studierende aus aller Welt
Rund 900 Professorinnen und Professoren sowie etwa 40.000 Studierende, darunter rund 7.000 Kommilitonen aus 150 Staaten der Welt lernen, lehren und forschen allein an diesem Ort.

Aixtron in Aachen: Vom Spin-off zum börsennotierten Global Player
Früchte konsequenten Technologietransfers: Die Aachener Firma Aixtron entwickelte sich vom kleinen Spin-off-Unternehmen zum börsennotierten Global Player.

In Aachen hat man frühzeitig erkannt, welch entscheidende Rolle die Wissenschaftseinrichtungen für die Entwicklung der Stadt spielen.So werden seit den 80er-Jahren konsequent Netzwerke zur Förderung der Wissens- und Technologieregion aufgebaut.

Technologiezentren
Hierzu zählen 13 Technologiezentren, die arbeitsteilig mit unterschiedlichen Schwerpunkten den  Technologietransfer fördern. Hierbei stehen Neuansiedlungen und Existenzgründungen im Vordergrund.

Im Verbund der Euregio-Kammern bündeln die Industrie-und Handelskammern gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungsorganisationen der Kommunen die Bestandsunternehmen und schlagen die Brücke zur Wissenschaft. So ist Wissenschaft charakteristisches Merkmal der Region Aachen.

Innovationsfreudige Unternehmenskultur
Diese Strategie der vollständigen Integration der Wissenschaft in das städtische und regionale Leben trägt ihre Früchte. Es bildete sich eine innovationsfreudige Unternehmenskultur, durch die der wirtschaftliche Strukturwandel von der einstigen Altindustrieregion zu einem Standort europäischer Spitzentechnologie gelungen ist.

Seit 1982 wurden in Aachen beispielsweise rund 1.000 neue Unternehmen mit über 25.000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen geschaffen, die sich ausschließlich mit der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren beschäftigen.

Excellente Fachkräfte
Jährlich etwa 10.000 bestens an den wissenschaftlichen Einrichtungen der Region ausgebildete Absolventen bilden das Fundament für innovative und unternehmerische Aktivitäten.

Weltunternehmen nutzen das Potenzial
Forschungseinrichtungen internationaler Konzerne nutzen dieses Potenzial und haben sich in der Stadt und Region Aachen angesiedelt, so zum Beispiel Ericsson, Ford, Microsoft und Philips. Die unmittelbare Nähe zu einer exzellenten Forschung und die Sicherung eines hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses bestärken sie in ihrer Standortwahl.

Auch aus der Region stammende Unternehmen, wie zum Beispiel Grünenthal und Zentis, profitieren vom Nutzen dieser geglückten Symbiose zwischen Standortpolitik und Wissenschaft. Aus kleinen Spinoffs von Studierenden entwickelten sich schnell international tätige Unternehmen. Hierzu zählen Aixtron und Cerobear ebenso wie FEV-Motorentechnik und Parsytec.