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Mitfahren und Mitnehmen

Michelle Wobbe, Hubert Schramm, Uwe Zink, Armin Langweg, Birgit Krücken, Richard Corban.
Verbesserung der Mobilität ist für sie ein riesen Thema: Michelle Wobbe, Hubert Schramm, Uwe Zink, Armin Langweg, Birgit Krücken und Richard Corban. © Stadt Aachen

Über 80.000 Personen - die Hälfte der in Aachen arbeitenden Menschen - pendeln täglich zu ihrem Arbeitsplatz aus dem Umland nach Aachen. Davon sitzen drei Viertel am Steuer ihres eigenen Fahrzeugs, nur vier Prozent fahren mit der Kollegin oder dem Kollegen. „Um den Verkehr auf unseren Straßen zu entlasten und die Umwelt zu schonen, möchten wir mehr Menschen dazu bewegen, sich zu Fahrgemeinschaften zusammen zu schließen“, erklärte Dr. Armin Langweg aus der Abteilung Verkehrsmanagement der Stadt Aachen auf einer Pressekonferenz.      
 
28 Städte und Landkreise aus NRW beteiligt
Ein geeignetes Mittel, um „sich zu finden“, gibt es bereits: Die Internetseite www.pendlerportal.de wurde jetzt, zur „Woche der Fahrgemeinschaften“ in Nordrhein-Westfalen, die an diesem Wochenende zu Ende geht, umgestaltet und verbessert. 16.500 Fahrten bundesweit sind dort pro Tag verzeichnet, allein 1.200 Verbindungen in Nordrhein-Westfalen. 28 Städte und Landkreise aus NRW sind daran beteiligt, darunter auch Stadt und StädteRegion Aachen. „Das Pendlerportal kann mehr sein als nur eine Internetseite, die für eine optimale Besetzung des Autos sorgt“, erklärte Uwe Zink, Dezernent für Bauen, Umwelt und Verbraucherschutz bei der StädteRegion. Auch Freundschaften könnten dadurch entstehen.
 
Die RWTH Aachen beteiligt sich ebenfalls an der Aktion, für das Pendlerportal innerbetrieblich die Werbetrommel zu rühren, damit sich mehr Fahrgemeinschaften bilden. „Die Mobilität der Mitarbeiter ist bei uns ein großes Thema“, sagte Richard Corban, Projektkoordinator im Baumanagement der RWTH Aachen.
 
Zusätzlich: Bus- und Bahn-Verbindungen
Unterstützt wird das Pendlerprotal vom Aachener Verkehrsverbund (AVV). „Wir sind von der Idee eines Mobilitätsverbundes überzeugt. Die Kombination von verschiedenen Verkehrsmitteln macht Sinn, z.B. in ländlichen Regionen. Es ist wichtig, dass wir uns ergänzen“, erklärte Birgit Krücken, Pressesprecherin vom Aachener Verkehrsverbund. Beim Pendlerportal erhält man zusätzlich zu den Angeboten von Fahrgemeinschaften auch Bus- und Bahn-Verbindungen angezeigt.
 
Mit dem kostenlosen „Pendlerportal“ ließe sich eine Menge Geld sparen, rechnet Armin Langweg vor: Bei einer Entfernung zum Arbeitsplatz von 15 Kilometern kostet das tägliche Pendeln mit dem eigenen Auto rund 2.000 Euro im Jahr, davon sind rund 700 Euro Kraftstoffkosten. Hinzu kommen Parkhauskosten von rund 550 Euro. Das Potenzial sei entsprechend hoch, um Kosten zu sparen.
 
Die Internetseite www.pendlerportal.de wurde jetzt komplett überarbeitet und bietet künftig zusätzliche Funktionen und verbesserte Suchmöglichkeiten. Zudem wurde die Internetpräsenz für die Nutzung von Smartphones und Tablets optimiert. Außerdem gibt es eine App für Smartphones. „Wir möchten das Angebot weiter verbessern und in Zukunft auch Umfragen unter den Nutzern durchführen“, sagte Michelle Wobbe vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), unter dessen Federführung das Projekt steht.