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AC²-Innovationspreis Region Aachen 2016

 Die Jurymitglieder mit Oberbürgermeister Marcel Philipp. © AGIT mbh
Die Jurymitglieder des „AC²-Innovationspreis Region Aachen 2016“ mit dem diesjährigen Vorsitzenden Oberbürgermeister Marcel Philipp (mit Innovationspreisskulptur). © AGIT mbh

Der diesjährige Vorsitzende der Innovationspreis-Jury Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, hat im Anschluss an die Jurysitzung am Mittwochvormittag die für den „AC²-Innovationspreis Region Aachen 2016“ nominierten Unternehmen bekannt gegeben.

Diese sind: devolo AG aus Aachen, MeteoViva GmbH mit Sitz im Technologiezentrum Jülich und QsQ Werkzeug- und Vorrichtungsbau aus Erkelenz. „Auch in diesem Jahr ist es der Jury nicht leicht gefallen eine Auswahl zu treffen, da die eingereichten Vorschläge alle einen hohen Innovationsgrad aufweisen. Deshalb haben wir es uns nicht leicht gemacht und haben lange diskutiert“, so Philipp.

Die Innovationen
Das inhabergeführte Unternehmen devolo hat die innovative Powerline-Technik entwickelt, die es ermöglicht, dass jede Steckdose im Haus oder der Wohnung zum Internet- und Netzwerkzugang wird. Kleine Adapter modulieren ein hochfrequentes Signal auf die Kupferader der Stromleitung auf und die Stromleitung wird so wie ein Netzwerkkabel genutzt. Die Adapter müssen nicht langwierig konfiguriert oder in Betrieb genommen werden. Es muss lediglich der Adapter eingesteckt und mit dem Netzwerkkabel mit PC und Router verbunden werden. So wird jede Steckdose zum Internetzugang, seit 2006 auch mit integriertem WLAN. Gebäude und Energieversorgungsanlagen unterliegen dynamischen Einflüssen aus Wetter und Nutzung. Alle heute sich im Einsatz befindenden Regelungssysteme energietechnischer Anlagen laufen dem realen Geschehen hinterher.

MeteoViva hat ein europaweit patentiertes Verfahren entwickelt, das mittels Modell und Prognosen die Energietechnik vorausschauend steuert. Zentrales Element ist ein mathematisches Modell. Die Anlagentechnik wird so klimagerecht und mit maximaler Energieeffizienz betrieben; die Energieeinsparung liegt bei 15 bis 40 Prozent.

QsQ hat das Nivelliergerät GRANUBOT für Trockenestrich entwickelt, das eine integrierte Lasermesstechnik besitzt. Diese Alternative zu der herkömmlichen Verarbeitungsmethode erlaubt aufrechtes Arbeiten des Monteurs, erreicht dank automatischer Höhenregulierung konstant präzise Ergebnisse unabhängig von der Raumgeometrie und führt durch den Wegfall ständigen Nachmessens und Korrigierens zu einer Zeitersparnis von bis zu 60 Prozent.

Der Auswahlprozess
Im Vorfeld hatten die AGIT mbH und die Wirtschaftsförderer in der Region, die Kammern und Hochschulen, das FZ Jülich und VUV – Vereinigte Unternehmerverbände Aachen zahlreiche Kandidaten vorgeschlagen und deren Innovationen eingehend geprüft und begutachtet. Eine hochkarätige Jury wählte anschließend die Innovationen aus, die aus ihrer Sicht einen maßgeblichen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung des Standorts Region Aachen haben. Der Jury gehören neben dem Vorsitzenden Marcel Philipp Experten zum Thema Innovation bzw. die Rektoren der RWTH Aachen und der FH Aachen, der Vorstandsvorsitzende des FZ Jülich, sowie Geschäftsführer bzw. Repräsentanten der Unternehmen Continental Reifen Deutschland GmbH, Korr GmbH, Metsä Tissue GmbH, MH Wirth, Otto Junker GmbH und der ehemalige Geschäftsführer der Zuckerfabrik Jülich GmbH an.

Preisverleihung am 2. Juni im Aachener Rathaus
Die Innovationen der nominierten Unternehmen werden am 2. Juni im Rahmen einer festlichen Abendveranstaltung im Krönungssaal des Aachener Rathauses den rund 600 geladenen Gästen filmisch präsentiert. „Um die Spannung für alle zu erhalten, wird erst am Festabend bekannt gegeben, welches der nominierten Unternehmen mit dem `AC²-Innovationspreis Region Aachen 2016` ausgezeichnet wird“, betonte Geschäftsführer Dr. Helmut Greif von der AGIT mbH, die für den gesamten Ablauf des Auswahlverfahrens und die Organisation bzw. Durchführung der Preisverleihung verantwortlich ist. Die Schirmherrschaft der Preisverleihung „AC² - Gründung. Wachstum. Innovation“, in deren Rahmen auch die Gewinner der AC²- Wachstumsinitiative und des AC²-Gründungswettbewerbs ausgezeichnet werden, übernimmt NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin. Die Festrede wird der Top 100 Referent Dr. Markus J. Reimer, Innovationsexperte und Vortragsredner, halten.

Terminhinweis

Preisverleihung „AC² - GRÜNDUNG. WACHSTUM. INNOVATION“, 2. Juni, 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr), Krönungssaal des Aachener Rathauses - Anmeldung erforderlich –

Weitere Informationen

devolo AG, Aachen

Das Unternehmen: Seit 2002 entwickelt die devolo AG innovative Powerline- und Datenkommunikations-Produkte für private Kunden und gewerbliche Anwender. Das inhabergeführte Unternehmen bietet Lösungen von der einfachen Heimvernetzung über optimale Verbindungen im gewerblichen Bereich bis hin zur Ausrüstung von Telekommunikationsanbietern und Internet Service Providern an. Darüber hinaus bedient devolo die Energiewirtschaft mit ihrer Nachfrage nach einer innovativen Kommunikationslösung für das Smart Grid. Seit 2009 ist das Unternehmen Weltmarktführer im Powerline-Segment und steht im Markt für innovative Premium-Netzwerk-Produkte. Den Erfolg belegen zahlreiche Testsiege und Auszeichnungen durch die Fachpresse sowie über 29 Millionen ausgelieferte dLAN®-Adapter. Rund 50 Prozent der Belegschaft sind in der Entwicklung tätig, um stetig die dLAN®-Technologie durch eigene, patentierte Lösungen zu verbessern.
Die Innovation: Nutzung der hausinternen Stromleitung zur Datenübertragung
Ausgangssituation: Daten werden zum einen über Netzwerkkabel übertragen. Der Nachteil hierbei: Es müssen zusätzliche Kabel gelegt, Löcher gebohrt werden, es entsteht Staub und Schmutz. Zum anderen gibt es das WLAN mit dem Nachteil, dass das Signal durch Wände und Geschossdecken stark gedämpft wird und dadurch eine geringe Reichweite und unbefriedigende Geschwindigkeit erlangt wird.
Innovation: Die innovative Powerline-Technik macht es möglich, dass jede Steckdose im Haus oder der Wohnung zum Internet- und Netzwerkzugang wird. Kleine Adapter modulieren ein hochfrequentes Signal auf die Kupferader der Stromleitung auf und die Stromleitung wird so wie ein Netzwerkkabel genutzt. Die Adapter müssen nicht langwierig konfiguriert oder in Betrieb genommen werden. Es muss lediglich der Adapter eingesteckt und mit dem Netzwerkkabel mit PC und Router verbunden werden. So wird jede Steckdose zum Internetzugang, seit 2006 auch mit integriertem WLAN.
Das Unternehmen hat 400 neue Arbeitsplätze in der Region im eigenen und bei beteiligten Partnerunternehmen geschaffen. Die Produktentwicklung ensteht am Standort Aachen und stärkt damit den Ruf als Technologieregion.

MeteoViva GmbH, Jülich

Das Unternehmen: Die 2001 gegründete Unternehmen MeteoViva GmbH beschäftigt sich mit der Betriebsoptimierung und dem Energiemanagement gebäudetechnischer Anlagen für ein gesundes Raumklima zur dauerhaften Erhöhung der Energieeffizienz und Senkung der Emissionen und Betriebskosten. MeteoViva hat Firmensitze in der Schweiz und den USA.
Die Innovation: Betriebsoptimierung und Energiemanagement gebäudetechnischer Anlagen durch proaktive Steuerung
Ausgangssituation: Gebäude und Energieversorgungsanlagen unterliegen dynamischen Einflüssen aus Wetter und Nutzung. Das generelle Problem liegt darin, dass alle heute sich im Einsatz befindenden Regelungssysteme energietechnischer Anlagen Prinzip bedingt grundsätzlich dem realen Geschehen hinterherlaufen. Eine Lösung liegt nur in einer vorausschauenden Strategie.
Innovation: MeteoViva hat aus dieser Erkenntnis ein Verfahren entwickelt, das mittels Modell und Prognosen von Nutzung und Wettereinfluss die Energietechnik steuert. Das europaweit patentierte Verfahren erfasst erstmals alle Einflussfaktoren auf das Raumklima in einem System und stimmt sie optimal aufeinander ab. Zentrales Element ist ein mathematisches Modell. Es bezieht alle notwendigen Daten ein und berechnet mithilfe von selbstlernenden Algorithmen die optimalen Steuerdaten. Die Anlagentechnik wird so klimagerecht und mit maximaler Energieeffizienz betrieben; die Energieeinsparung liegt bei 15 bis 40 Prozent.
Die patentierte Software-as-a-Service Lösung MeteoViva® Climate senkt mittlerweile in über 50 Büround Industriegebäuden in ganz Europa den Energieverbrauch und die CO2 Emissionen. Zu den Kunden zählen unter anderem der Logistikkonzern DHL, die Deutsche Bahn, die Automotive-Konzerne Daimler, Bosch und BMW, der Flughafen Düsseldorf, Banken und Versicherungen sowie verschiedene Städte und Gemeinden.

QsQ Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Erkelenz

Das Unternehmen: Das 1998 gegründete Unternehmen QsQ Werkzeug- und Vorrichtungsbau bietet mit seinen aktuell 25 Beschäftigten den Bau von Vorrichtungen über Einzelanfertigungen bis hin zu Sondermaschinen aus einer Hand an. Von der Beratung über die Entwicklung, 3D-Konstruktion bis zur CNC-gestützten Fertigung mit Montage und Inbetriebnahme vor Ort. Gemeinsam mit Kunden entwickelt QsQ das optimale und individuell Konzept. Dabei investiert das Unternehmen kontinuierlich in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter und den Ausbau der technischen Ausrüstung.
Die Innovation: Nivelliergerät mit integrierter Messtechnik zur Ausbringung von Schüttungen
Ausgangssituation: Trockenestrich ist eine moderne Alternative zum Zementestrich. Die granulatähnliche Ausgleichsschüttung, die vor dem Auflegen der Platten nivelliert werden muss, wurde bisher von einem auf dem Boden knienden und vornüber gebeugten Monteur mithilfe langer Abziehlehren eingebaut. Das Ergebnis dieser strapaziösen Arbeit ist stark von der Erfahrung des Monteurs abhängig und oft unbefriedigend und ungenau. Bereiche mit Nischen, Säulen oder Heizungsrohren können überhaupt nicht mit den langen Lehren erreicht werden und werden in der Praxis meist per Augenmaß und mit den Fingerspitzen bearbeitet.
Innovation: QsQ hat das Nivelliergerät GRANUBOT entwickelt, das eine integrierte Messtechnik besitzt. Diese Alternative zu der herkömmlichen Verarbeitungsmethode erlaubt aufrechtes Arbeiten des Monteurs, erreicht dank automatischer Höhenregulierung konstant präzise Ergebnisse unabhängig von der Raumgeometrie und führt durch den Wegfall ständigen Nachmessens und Korrigierens zu einer Zeitersparnis von bis zu 60 Prozent. Als erstes Gerät dieser Art auf dem Markt ersetzt das Gerät GRANUBOT die herkömmliche Methode und setzt hinsichtlich Ergonomie, Präzision und Wirtschaftlichkeit neue Maßstäbe.

Ansprechpartnerin
AGIT mbH
Gaby Mahr-Urfels
Tel. +49 (0)241 963-1035
g.mahr-urfels@agit.de
www.agit.de

Fachbereich Wirtschaftsförderung/
Europäische Angelegenheiten

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