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Smart Living als Leitbranche für Aachen

Das Ziel war, Smart Living als Leitbranche für Aachen zu etablieren: Im Juli feierte das Smart Living Innovationsforum InnoDigicraft Aachen im Rahmen der Innovationskonferenz ganztägig seinen feierlichen Abschluss im Technologiezentrum am Europaplatz. Im Rahmen der Konferenz wurden drei Smart Living Kooperationen aus dem InnoDigicraft Ideenwettbewerb ausgezeichnet, Best-Practices aus ganz Deutschland vorgestellt, eine Förderberatung angeboten und über die Verstetigung des Innovationsforums diskutiert. Zu Gast war auch Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

InnoDigicraft: Die Sieger des Wettbewerbs © InnoDigicraft
Die Sieger des InnoDigicraft Ideenwettbewerbs. © InnoDigicraft

Das Smart Living Innovationsforum InnoDigicraft dient als Plattform für Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerk, Technologieunternehmen und Wissenschaft und verfolgt das Ziel der Entwicklung von Smart Living Innovationen durch Vernetzung dieser AkteurInnen. Die Innovationskonferenz als Abschluss des Forums stand ganz im Zeichen dieser Vernetzung: Unter anderem wurden die drei besten Kooperationen aus Handwerk, Technologieunternehmen und Wissenschaft ausgezeichnet, die aus dem Innovationsforum hervorgegangen sind. Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft und Europa der Stadt Aachen zeigte sich beeindruckt: „InnoDigicraft leistet einen wichtigen Beitrag für die Digitalisierung kleiner Unternehmen in Aachen.“ Die Leuchtturmwirkung und überregionale Bedeutung des Innovationsforums, zeigte sich auch an der Teilnahme von Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im BMBF. Auch er pries die Wichtigkeit von InnoDigicraft als eines der Innovationsprojekte in Deutschland, die das Thema Strukturwandel und Innovation adressieren und lobte vor allem die große berufliche Vielfalt der Teilnehmer des Forums in Aachen.

Die Gewinner des InnoDigicraft Ideenwettbewerbs
Neben VertreterInnen aus den Bereichen der Politik, Wirtschaftsförderung und Wissenschaft sowie der Stadt Aachen kamen auch die Preisträgerinnen und Preisträger selbst zu Wort und präsentierten ihre erfolgreichen Smart Living Kooperationen. Die Gewinner-Kooperation des Innovationswettbewerbs war das Konzept „Paketzustellung im Technologiezentrum am Europaplatz Aachen (TZA)“. Auf Initiative von Nina Walkenbach von der Aachener AGIT mbH und in Zusammenarbeit mit Sybille Stöckle-Luschitz von Kern GmbH und Tina Rehschuh von Pakadoo, wird ein Paketterminal im TZA installiert werden. Es soll die Zustellung von privaten Paketen an Mitarbeiter erleichtern und zusätzlich die Lagerung von Lieferungen ermöglichen, die durchgängig gekühlt werden müssen.

Den zweiten Platz belegte die Kooperation „Office/Desk Sharing, MoFleWo“, das MitarbeiterInnen die Möglichkeit geben soll, nicht nur im Home-Office und am Arbeitsplatz, sondern auch an anderen Orten, insbesondere bei anderen Unternehmen, bzw. CoWorking-Spaces arbeiten zu können. Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, durch Leer- oder Krankenstand ungenutzte Arbeitsplätze auf einer digitalen Plattform zu vermieten. Die Begründerinnen und Begründer des Projekts sind Anja Koonen und Roman von der Lohe sowie Carlo Matic von den Interactive Pioneers, Stefan Fritz von synaix, Michael Plagge von Plagge.IT, Florian Wieser von Nufari NUNZIG CoWorking, Abedin & Schwiering Rechtsanwälte.

Nikolaus Möllenhoff vom Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen der RWTH Aachen präsentierte den dritten Platz für die Kooperationsidee „Heizungssteuerung nach Wettervorhersage mittels Predictive Analytics“. An dieser Kooperation waren Schmitz Gebäudetechnik, Ralf Klinkenberg von RapidMiner und Roman von der Lohe beteiligt. Ziel des Konzeptes ist es, unter Einsatz von Predictive Analytics, ein selbstlernendes SmartHome-System zu entwickeln, welches unter Einbezug von historischen und aktuellen Temperaturdaten sowie der Wettervorhersage eine konstante Raumtemperatur in allen Räumen gewährleistet.

Förderberatung, Best Practices und Verstetigungsmaßnahmen
Weitere Programmpunkte der Innovationskonferenz war eine Podiumsdiskussion mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern: Elke Breidenbach (Zweckverband Region Aachen), Anja Koonen (Stadt Aachen), Carlo Matic (Interactive Pioneers), Bernd Bogert (Seniorendienste St. Gereon) und Roman von der Lohe (Stadt Aachen) sowie fachübergreifenden Vorträge von Raid Gharib vom Seifriz-Preis, der Best Practices aus Deutschland vorstellte und Dr. Ricarda Rieck von der Förderberatung Forschung und Innovation des Bundes, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Weg durch den Dschungel von Förderangeboten für junge Kooperationen bahnte. Iris Wilhelmi, Geschäftsführerin des digitalHUBs Aachen, und Ralf Meyer von der AGIT mbH erläuterten schließlich Möglichkeiten zur Verstetigung des Innovationsforums. In kreativen Arbeitsphasen rund um die Themen „Vision Aachen 4.0“ oder „Gestaltung einer Smart City“ sowie im darauffolgenden Beisammensein erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam Fahrpläne für weiterführende potenzielle Kooperationen und diskutierten die Möglichkeit einer Verstetigung des Innovationsforums.