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Urbane Fabrik

Das ehemalige Aachener Stadtbad wurde in den 1930er Jahren im Bauhausstil errichtet. Mittlerweile hat das Gebäude eine neue Nutzung gefunden und die meisten Wannen und Brausen mussten weichen. Für das Projekt "MIA - Made in Aachen" stellte das Gebäude für die Ausrichtung der ersten Zukunftswerkstatt am 4. Juli die optimale Location dar. Nicht nur der Hintergrund des Gebäudes (Bäderkultur „made in Aachen“), sondern insbesondere auch die innovative Umnutzung sind gelungene Beispiele und sollten bei der Kreativität unterstützen und veranschaulichen, dass alte Gebäude moderne sowie produzierende Nutzungen erlauben.

Workshop © Stadt Aachen/Svenja Engels

Bevor einzelne Workshopteilnehmer und -teilnehmerinnen in die sprichwörtliche Bütt steigen durften, um die Ergebnisse der Workshops zu pitchen, wurde in zwei Phasen „trocken“, jedoch anregend und intensiv gearbeitet. In der ersten Phase wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu fünf verschiedenen Themen, rund um die Urbane Fabrik der Zukunft, regelrecht eingeseift:

  • Geschäfts- und Wertschöpfungsmodelle | Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa mit Unterstützung des DigitalHUB
  • Produktspektrum der Urbanen Produktion | Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der RWTH Aachen University
  • Prozess- und Fertigungsstrukturen | Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen University
  • Digitalisierung in der Urbanen Produktion | Zentrum für Lern- und Wissensmanagement der RWTH Aachen University
  • Fabrik- und Raumnutzungskonzepte | Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen University

In der zweiten Phase galt es die zuvor aufgetragenen Inhalte davor zu bewahren, abgewaschen zu werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden neu aufgeteilt und mussten sich im Freistil beweisen. Gemeinsam standen sie vor der Herausforderung die Urbane Fabrik der Zukunft zu planen. Ausgehend von dem Geschäftsmodell, über das Produkt, die Fertigung, den Aspekt der Digitalisierung bis hin zu den Räumlichkeiten, denn bei der Fabrik der Zukunft muss es sich nicht um ein traditionelles Fabrikgebäude handeln?!

Ergebnispräsentation © Stadt Aachen/Lisa Seidel

Es galt die Ideen mittels Zeichnung, Symbolaufklebern und Schrift graphisch auf einem vorbereiteten Plot von einer Fabrik festzuhalten. Kreativität war gefragt, um bei den anschließenden Pitches die entwickelten Fabriken vor dem Auditorium vorzustellen. Dabei wurden fünf höchst unterschiedliche Entwürfe erstellt, die sich sowohl in ihrer Idee als auch der Ausführung teilweise stark unterschieden haben:

Urbane Fabrik
Workshop 1: „Vertical Facory als selbstversorgendes und heterogen durchmischtes Gebäude. Vernetzung zur Schaffung von Synergien.“

Urbane Fabrik
Workshop 2: „Produktion on demand, insbesondere für den lokalen/regionalen Markt.“

Urbane Fabrik
Workshop 3: „Hochflexibler Werkzeug- und Maschineneinsatz bei der Produktion und zusätzlich ein Portfolio verschiedenster digitaler Services.“

Urbane Fabrik
Workshop 4: „Branchenübergreifende Vernetzung zwischen den Unternehmen in der Stadt Aachen und gemeinsame Sourcing-Ansätze.“

Urbane Fabrik
Workshop 5: „Finalisierung des Produktes durch den Kunden selbst sowie möglichst kurze Wertschöpfungskette, um den logistischen Aufwand zu reduzieren.“

Bei dem anschließenden Get-together konnten alle Akteure ihre Meinungen zu den geplanten Fabriken austauschen, bei Fingerfood und Getränken wurde auf die gelungene Arbeit angestoßen und am Ende musste dann auch niemand baden gehen.

Haben wir Interesse geweckt?

Im September und November dieses Jahres folgen noch zwei weitere Veranstaltungen der Reihe MIA Zukunftswerkstätten. Die Veranstaltungen bauen aufeinander auf und verändern bzw. vergrößern ihren Fokus:

  • Produktion & Nachbarschaft – Welche Nutzungsmischungen und Synergien sind denkbar? am 5. September 2017
  • Infrastruktur & Mobilität – Welche Ansprüche stellt die urbane Produktion an die Stadt und darüber hinaus? am 22. November 2017

Da die Teilnehmerzahlen durch das Veranstaltungsformat begrenzt sind, wird um vorherige Anmeldung gebeten. Die Veranstaltungsorte werden noch bekannt gegeben.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze unter www.urbaneproduktion.de.

Kontakt

Lisa Seidel, M.Sc.
Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Europa
Tel.: +49 (0)241 432-7616
Mail

Flyer
Info-Flyer (PDF)

Flyer "Zukunftswerkstätten" (PDF)