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Das Projekt Ackerkita: Säen, pflegen, ernten, kochen und dann essen

  • In Aachens erster Ackerkita erfahren Kinder, wie gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit funktionieren.
  • Etwa 20 Kinder pro Jahr lernen, wie Beete gepflegt, Gemüse angebaut und geerntet und wie es verarbeitet wird.
  • Unterstützung findet das Projekt bei den Eltern und der „GemüseAckerdemie“.

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Stolz zeigen die Kinder ihre Ernte des Tages (Fotos: Stadt Aachen/Denise Steves)

Aufgeregt sammelt sich eine Gruppe von Kindern um zwei riesige Zucchini. Mit Schaufel und Harke stehen sie bereit, um Kohlrabi, Rote Beete und weiteres Obst und Gemüse zu ernten. Und das scheint hervorragend zu funktionieren, denn die Fenchelpflanze, die die Kinder ausbuddeln, ist mit Blättern größer als sie selbst. Die Kindertagesstätte Alfons-Gersons-Straße ist nämlich eine Ackerkita, in der die Kinder ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen, ernten, verarbeiten und essen.

 

„Wir sind die erste Ackerkita in Aachen“, erzählt Julia Krüssel-Brünings, Leiterin der KiTa. Es war ihre Idee, sich für das Projekt „GemüseAckerdemie“ zu bewerben, um den Gemüsegarten zu vergrößern und auszubauen. Hinter dem Projekt steht der gemeinnützige Verein Ackerdemia, der es sich zum Ziel gemacht hat, Kinder und Jugendliche für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit zu begeistern und mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel in ihnen zu wecken.

 

Die Kinder packen selbst an

Seit dem Frühling 2020 haben etwa 20 Kinder pro Jahr hier nun die Möglichkeit, selbst zu lernen, wo das Obst und Gemüse eigentlich herkommt. Hannah Breuer, Dagmar Kamps und Frauke Heinrichs, Ackerbegleiterinnen und Erzieherinnen der KiTa, bleiben durch Fortbildungen und Schulungen immer auf dem neusten Stand in Sachen Ackerpflege und Gemüseanbau.

 

Und die Kinder sind begeistert von der Verantwortung: „Sie sind interessiert und motiviert, sie machen mit“, erklärt Frau Heinrichs. Sie lernen: „Ich setze einen Setzling aus, säe etwas aus und ernte es, um es dann zuzubereiten und zu essen.“ Einmal in der Woche bekommt die KiTa „Ackerinfos“ der GemüseAckerdemie. Darin enthalten sind Rezeptideen, Informationen zur Ackerpflege und Ackergeschichten, die den Kindern von der Handpuppe Rudi Radieschen erzählt werden und ihnen Informationen vermitteln. Am Ende des Jahres erhält jedes Kind ein eigenes Zertifikat und Ackerportfolio mit Fotos vom eigenen Erfolg, sowie Rezepten für Zuhause.

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Einfach riesig: Die Fenchelpflanze ist beinahe größer als die Kinder

Fast das ganze Jahr gibt es etwas zu tun: Im Herbst darf eine neue Gruppe Kinder anfangen den Acker zu bearbeiten. Dabei wird der Boden gelockert und die zweite Bepflanzung durchgeführt, bevor die Beete vor dem Winter mit viel Laub abgedeckt werden. Ab dem Frühling geht es dann weiter mit neuen Pflanzungen, Unkraut jäten und beobachten.

 

Immer im Vordergrund: die kindgerechte Umsetzung

Ganz im Vordergrund steht dabei immer die kindgerechte Umsetzung. Auch das Thema Nachhaltigkeit hat in der Acker-Kita große Bedeutung, achtet sie doch beispielsweise auf die Einhaltung der Beetfolgen, um die Böden bestmöglich zu nutzen bzw. nicht auszulaugen. Zweimal im Jahr, zu den Pflanzungen, kommt dazu das Team der GemüseAckerdemie persönlich vorbei, um gemeinsam mit den Kindern bis zu 25 verschiedene Sorten Obst und Gemüse zu säen und zu pflanzen. Auch bei der Finanzierung stand die GemüseAckerdmie hilfreich zur Seite und vermittelte die Victor-Rolf-Stiftung, die gemeinsam mit dem Familienzentrum, das die KiTa ebenfalls ist, die Kosten des Projekts trägt.

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Auch die Zucchini hat eine enorme Größe erreicht

Die Eltern helfen ebenfalls gerne mit. Während der Sommerferien haben sie die Pflege des Ackers übernommen und wäre Corona nicht gewesen hätten sie auch den Zaun gemeinsam gebaut. Durch die Pandemie gab es einige Einschränkungen, so durften die Kinder zum Beispiel nur in festen Gruppen bleiben. Aber auch das war kein Problem: ernten, jäten und gießen wurde einfach unter den Gruppen aufgeteilt, sodass alle weiter mithelfen konnten.

 

Zum Abschluss des diesjährigen Projektes – jetzt im August – kochen die Kinder gemeinsam Mangold-Spaghetti. Der Mangold wird dazu selbstverständlich tagesfrisch geerntet: Das ist der große Vorteil am eigenen Acker im KiTa-Garten.

Herausgegeben am 19.08.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
Dr. Jutta Bacher
Markt 39, 52058 Aachen
Tel.: +49 241 432-1309
Fax: +49 241 28121
presse.marketing@mail.aachen.de

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