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Engagierte Erzieher*innen lernen Gitarre für ihre KiTa-Kinder

© Stadt Aachen/Björn Gürtler
Fortsetzung folgt: Heinz Gassenmeier, Leiter der städtischen Musikschule (links), Janina Backhaus und Claudia Rädisch, beide vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule (obere Reihe, links) sind vom pädagogischen Wert der Gitarrenfortbildung überzeugt und vom Erfolg begeistert - genau wie die Teilnehmer*innen am Kurs. Foto: Stadt Aachen/Björn Gürtler

Ein Kinderspiel war es nicht, aber jetzt können sie für ihre Kinder spielen – die insgesamt acht Erzieher*innen aus städtischen KiTas, die in den vergangen zwölf Wochen in der Musikschule der Stadt Aachen eine Gitarrenfortbildung besucht und nun erfolgreich abgeschlossen haben. Der Lohn für die Arbeit: Begeisterung, Dankbarkeit und Interesse der KiTa-Kinder. Musik in der KiTa mache nicht nur Spaß, sondern sei auch ganz wichtig für die Musikalität und die gesamte frühkindliche Entwicklung, ist Heinz Gassenmeier, Leiter der Musikschule, überzeugt: „Weil die Kinder in dem Alter noch so offen sind, fällt das dort auf sehr fruchtbaren Boden. Deshalb engagieren wir uns in dem Bereich auch sehr stark“, so Gassenmeier, der von der Freude der Erzieher*innen begeistert war.

Engagiert waren auch die Erzieher*innen. Einige von ihnen hat nun sogar das Feuer gepackt: „Ich konnte früher in der Schule keine Noten lesen, aber das System nach Akkorden zu spielen finde ich toll“, freut sich Kerstin Hermanns aus der KiTa Grünenthaler Straße, die nun privat weiter an ihren Fähigkeiten arbeiten will. Für ihre Kollegin Laura Lingg aus der Montessori-KiTa Reumontstraße war die Fortbildung auch eine Herausforderung und gleichzeitig Bestätigung. Die Art und Weise, wie hier das Gitarrespielen erlernt wird, ist das A und O, ist Musikpädagogin Andrea Gémes überzeugt: „Es geht nicht um Noten. Wir spielen die Akkorde und singen dazu. Wir entwerfen gemeinsam auch Klangeschichten, die unsere Fantasie beflügeln.“ Wind, ein Spaziergang durch ein Geisterschloss, eine Uhr oder ein Sturm mit Blitz und Donner: „Traumhaft sanft, bezaubernd schön, aber auch wild und tempramentvoll.“ Akkord für Akkord aufbauen, wie ein Haus, das zum Schluss aus 14 Akkorden besteht, vergleicht Gémes den Lernprozess.

Schnell war klar, dass man nicht nur mit ganz wenigen Akkorden arbeiten wollte: „Wir wollten es schon vernünftig, richtig lernen“, so Dimitri Steinhauer, Erzieher an der KiTa Alfonsstraße. Auch ihn hat das Fieber gepackt und er freut sich vor allem über die Reaktion der Kinder, denn „Premiere“ in seiner Einrichtung hatte er bereits: „Die sind ein so dankbares Publikum. Denen fällt es auch nicht auf, wenn man sich mal verspielt“, schmunzelt er. Dies kann Maryam Torfehnejad, Erzieherin in der KiTa Am Höfling nur bestätigen: „Die Kinder haben ein großes Interesse, an der Musik und am Instrument. Bei uns hat schon eine Kollegin Gitarre gespielt und mit den Kindern gesungen. Ich dachte, das wäre schön, wenn das bei uns mehr als eine kann“, beschreibt sie ihre Motivation, sich fortzubilden. Heiko Hansen von der KiTa Grünenthaler Straße war bisher immer in KiTas, in denen es eine Gitarre gab. Als nun die Fortbildung angeboten wurde, hat er begeistert zugegriffen: „Es gab hier keine Frustration, ein gutes Tempo und viele Lernerfolge. Aber das eigentliche Erlernen des Instruments beginnt jetzt, nach dem Kurs.“

Nutzen musste er allerdings nicht die Gitarre aus der KiTa, denn der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule hat für alle Teilnehmer*innen Gitarren angeschafft, mit denen Zuhause geübt wurde und die nun in den KiTas genutzt werden. Eine gute Investition, davon ist Claudia Rädisch, Leiterin des Sachgebiets „Pädagogik“ in der Abteilung „KiTas und Tagespflege“ der Stadt, überzeugt: „Musik ist eine verbindende und universelle Sprache – auch für die Kinder, die vielleicht noch nicht so gut Deutsch sprechen oder sich auch sonst nicht viel mitteilen. Das ist pädagogisch ganz wichtig.“ Und deshalb scheinen sich auch alle einig: Eine Fortsetzung wird schon geplant.

Teilnehmer*innen am Gitarrenkurs

  • Dimitri Steinhauer, KiTa Alfonsstraße
  • Michaela Ewald, KiTa Am Höfling
  • Maryam Torfehnejad, KiTa Bayernallee
  • Silvana Kohnke, KiTa Benediktusstraße
  • Heiko Hansen, KiTa Grünenthaler Straße
  • Kerstin Hermanns, KiTa Lindenstraße
  • Tatjana Hochmuth, KiTa Mataréstraße
  • Alexandra Lenzen, KiTa Reumontstraße
  • Laura Lingg, Montessori-KiTa Reumontstraße
  • Ira Franzen, KiTa Weisswasserstraße








Herausgegeben am 22.06.2022

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