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BUND weist Wildkatze im Aachener Stadtwald nach

Nun ist es amtlich: In Aachen leben Wildkatzen. Lange war es still um die Wildkatzen im Aachener Stadtwald. Im Jahr 2016 wurde ein erster Nachweis einer größeren Besiedelung durch Wildkatzen in diesem Gebiet veröffentlicht. Seither wurde der Zustand dieser kleinen Population aber nicht mehr beobachtet. Das wollte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) in Nordrhein-Westfalen nun ändern. Diesen Sommer platzierte der BUND mehrere Wildtierkameras im Wald.

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Die Wildkatze fühlt sich in „unaufgeräumten“, naturnahen Laubmischwäldern mit vielen Versteckmöglichkeiten am wohlsten. Im Stadtwald Aachen finden die Wildkatzen genau diese Strukturen © Thomas Stephan/BUND

Drei Wildkatzenbotschafter des BUND NRW und die Revierförster des Gemeindeforstamtes Aachen kontrollieren die Kameras in guter Zusammenarbeit alle zwei Wochen. Der Wildkatzenbotschafter Stefan Eschweiler ist froh: „Das richtige Anbringen und die Kontrolle der Kameras kostet viel Zeit und Mühe. Da ist man froh, wenn man neben den Wildschweinen, Rehen und Füchsen auch die Wildkatze endlich nachweisen kann.“

Das Vorhaben wird noch mehrere Monate fortgeführt, um den Status der kleinen Population besser einschätzen zu können. „Wir wollen wissen, wie viele Wildkatzen in etwa in diesen Wäldern leben und ob diese auch Nachwuchs haben. Denn nur wenn es Jungtiere gibt, fühlen sich die Wildkatzen richtig wohl und bleiben auch im Aachener Wald“, so Christine Thiel-Bender, Referentin Artenschutz des BUND in NRW.

Wildkatzen sind scheue und sensible Waldbewohner. Daher ist es wichtig, ihren Lebensraum so wenig wie möglich zu stören. Alle Aachener, die den Wald vor der eigenen Haustür genießen wollen, sollten immer daran denken, dass sie sich im Wohn- und Schlafzimmer der Wildtiere aufhalten. Daher bittet der BUND NRW darum, nicht die Wege zu verlassen und auch den Tieren Nachtruhe zu gewähren. Ebenso wichtig ist es, in der Zeit der Jungenaufzucht (April bis September) keine jungen Katzen aus dem Wald mitzunehmen. Denn Wildkatzenjunge sterben in menschlicher Obhut schnell aufgrund von Stress. Wer auf ein vermeintlich verlassenes Wildkatzenjunges trifft, rufe beim BUND NRW an: Telefon 0211 30 20 05 23.

Die Wildkatze fühlt sich in „unaufgeräumten“, naturnahen Laubmischwäldern mit vielen Versteckmöglichkeiten am wohlsten. Im Stadtwald Aachen finden die Wildkatzen genau diese Strukturen. „NRW hat das Glück, etwa 10 Prozent der deutschlandweit vorkommenden 5.000 bis 8.000 Wildkatzen zu beherbergen“, weiß Thiel-Bender. Die größten Vorkommen sind in der Eifel, im Sauerland, im Egge- und Rothaargebirge.

Wildkatzen sind auf ein durchgängiges Netzwerk dieser Wälder angewiesen. „Ein deutschlandweites Netz an Naturlebensräumen ist ein Ziel, für das es einen langen Atem braucht – ein Generationenprojekt“, betont Christine Thiel-Bender. Flächen müssen langfristig für die Natur zu Verfügung gestellt und erhalten werden. Querungshilfen über Straßen müssen geplant und umgesetzt werden. „Doch die Arbeit lohnt sich. Die Wildkatze ist ein wertvolles Symbol für den Zustand unserer Natur“, so Thiel-Bender.

Weitere Informationen:
www.bund-nrw.de/wildkatze

www.wildkatze-nrw.de

Quelle: BUND Nordrhein-Westfalen

  

Herausgegeben am 26.10.2021 von:

Stadt Aachen
Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing
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