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Roadshow Weiterbildung & Neue Arbeitswelt

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3 Fragen an: Teresa Wiesmann & Kevin Lang

Consultants für Organisationsentwicklung und Change Management bei der mgm consulting partners GmbH

Wir haben unsere Roadshow Weiterbildung & Neue Arbeitswelt mit dem Ziel gestartet, Sie und Ihr Unternehmen zu inspirieren und bei einer smarten und zukunftsfähigen Unternehmensausrichtung zu unterstützen. Dazu haben wir Sie in den letzten Monaten immer wieder mit spannenden Beiträgen zum Thema „New Work“ versorgt. Neben nützlichen Methoden und Instrumenten dieser „Neuen Arbeitswelt“, wurden Praxistipps zur Arbeit im Homeoffice vorgestellt. Aktuell immer öfter in der Diskussion sind hybride Arbeitsmodelle. Aber was genau versteht man darunter eigentlich? Antworten auf diese und weitere Fragen haben wir für Sie im Gespräch mit Teresa Wiesmann & Kevin Lang bekommen.

1. Was genau versteht man unter hybriden Arbeitsmodellen?

Ein „hybrides“ Arbeitsmodell bringt das Beste aus Vor-Ort-Arbeit und Mobilem Arbeiten zusammen. Viele Unternehmen haben in der Corona-Zeit gelernt mit verteiltem Arbeiten erfolgreich umzugehen. Mitarbeiter haben gelernt, dass sich bestimmte Aufgaben zuhause erledigen lassen und sich damit Arbeit und Alltag besser miteinander verbinden lassen.
Damit haben sich auch die Erwartungen an Arbeitgeber verändert – für die Gewinnung von sehr guten Mitarbeitern wird das immer wichtiger!
Es geht darum, die Erfahrungen auf Dauer zu verankern. Die Themen „Raum“, „Organisationsstruktur“, „IT“ und „Kultur“ innerhalb einer Organisation miteinander in Beziehung gesetzt und neu zu denken. Drei wesentliche Aspekte für die Umsetzung sind Flexibilität, Vertrauen und Verantwortung.
Das Arbeiten in einer hybriden Arbeitswelt braucht ein hohes Maß an Vertrauen durch die Führungsebene und Kolleg*innen. Darüber hinaus ist die Eigenverantwortung der Kolleg*innen mit Fokus auf Produktivität und weniger auf bloße Effizienz von besonderer Bedeutung.
Flexibles Arbeiten, als Teil eines hybriden Modells, erfordert auch das Neudenken was an welchem Ort erledigt wird. Für Routine- und Einzelarbeit kann das Homeoffice besser geeignet sein als eine große Bürofläche. Für den Austausch, für schnelle Abstimmungen und kreatives Arbeiten braucht es die Begegnung im Büro.
Dies geschieht zum Beispiel durch die Integration der Bedürfnisse von Mitarbeiter*innen im Rahmen von Prozessen, räumlicher Gestaltung sowie der passenden digitalen Infrastruktur. Wichtig ist hierbei die Betrachtung sowohl von Büroflächen, als auch von dezentralen Arbeitsorten, wie das eigene zu Hause oder auch Co-Working-Spaces.

2. Welche Elemente sind grundlegend für die erfolgreiche Implementierung in den Unternehmensalltag?

Eine nachhaltige Implementierung in den Unternehmensalltag ist eine Herausforderung, die von jedem einzelnen Verantwortung und Vertrauen abverlangt. Sie muss sich über einen Zeitraum entwickeln, unabhängig von den individuellen Arbeitsweisen und Arbeitsorten. Wichtige Element sind eine klare Zielsetzung, was das Unternehmen damit erreichen will, gut geklärte Leitplanken und Rahmenbedingungen, in denen die Umsetzung laufen soll, eine präzise Aufnahme von Kerntätigkeiten und damit verbundenen funktionalen Erfordernissen an die Arbeitsgestaltung, sowie passende räumliche und technische Veränderungen. All das führt nur zum Erfolg, wenn die Mitarbeiter auf dem Weg mitgenommen werden und eine neue Kultur der Zusammenarbeit etabliert wird.

Die Idee einer produktiven Zielerreichung sollte eine klassische Kontrolle von Mitarbeiter*innen ersetzen und Probleme sollten idealerweise im Team gelöst werden. Von besonderer Bedeutung für die Implementierung eines hybriden Arbeitskonzepts ist somit sich nicht lediglich damit zu beschäftigen wo Arbeit stattfindet, sondern wie sie zukünftig stattfinden kann. Die Antwort auf diese Frage ist individuell und muss dementsprechend Kern der weiteren Entwicklungen mit Blick auf die relevanten Arbeitsprozesse und Arbeitsorte sowie einer passenden IT-Strategie und -Ausstattung, sein.

3. Video-Calls, Remote-Desktop-Lösungen, digitale Kaffeepausen…. was bleibt nach Corona?

Aus den Jahren vor Corona sind wir eine „Präsenzkultur“ gewöhnt. Und dass, obwohl es auch vorher schon flexible Arbeitsmöglichkeiten wie Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensarbeitsorte gab. Während Corona wurde diese Struktur aufgebrochen, wir mussten neue Strukturen entwickeln und vermehrt dezentral arbeiten. Wir haben aus informellen Gesprächen vor Ort digitale Kaffeepausen werden lassen und gemerkt wie wichtig es ist, in Kontakt zu bleiben.

Deshalb werden digitale Elemente wie Kaffeepausen und Video-Calls auch in der Zukunft stattfinden. In der zukünftigen hybriden Arbeitswelt gilt es diese bestmöglich mit analogen Zusammenkünften zu vereinen und beide Arbeitswelten als elementar zu betrachten. Um reibungslose Abläufe zu erreichen sollten hierzu notwendige Leitplanken und Prozesse evaluiert und implementiert werden. Dann können wir beruhigt in eine hybride Zukunft blicken.