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Altstadtquartier Büchel

Aktuell / weitere Planungsschritte
Während des vergangenen Jahres wurde der städtebauliche Entwurf in Teilen überarbeitet und zwischen den Projektbeteiligten abgestimmt. In diesen Prozess wurden auch verschiedene Behörden und andere Institutionen einbezogen. Fachlich begleitet wird das Verfahren durch Herrn Professor Carl Fingerhuth, der den Vorsitz im Preisgericht des Städtebauwettbewerbs innehatte, sowie von Frau Professor Christa Reicher, die ebenfalls Jurymitglied war. Nachdem der Planungsausschuss und die Bezirksvertretung Aachen-Mitte dem überarbeiteten Entwurf zugestimmt haben, wurde das Bebauungsplanverfahren eingeleitet.
Am 10.Juli 2017 fand in der Citykirche die Bürgerinformation statt, die von ca. 80 interessierten Bürgerinnen und Bürgern besucht wurde.
Nähere Informationen finden Sie hier.

Städtebauliches Konzept_460

Städtebauwettbewerb

Das Preisgericht hat in seiner Sitzung am 25. November einstimmig beschlossen, den 1. Preis dem Büro Chapman Taylor, Düsseldorf, zuzuerkennen (Pläne siehe rechte Spalte)

Die weitere Reihenfolge wurde wie folgt festgelegt:
2. Preis - Lorber Paul Architekten, Köln
3. Preis - Konrath und Wennemar, Düsseldorf, mit ISR, Haan
Annerkennung - DV Deffner Voitländer Architekten, Dachau
Würdigung - Schaller Partner, Köln
Würdigung - Rheinflügel Severin, Düsseldorf, mit Mijaa Architekten, Essen / Darmstadt

Heutige Situation

In den letzten Jahren wurden unterschiedliche Aufwertungsmaßnahmen im östlichen Teil der Innenstadt durchgeführt. Großenteils handelt es sich um Umgestaltungen im öffentlichen Raum (wie z.B. die Herstellung der Fußgängerzone Ursulinerstraße oder die Neugestaltung der Großkölnstraße), zum Teil wurden aber auch einzelne Baumaßnahmen an Gebäuden im privaten Bereich durchgeführt. Unter anderem gehören dazu Umbau und Erweiterung der Mayerschen Buchhandlung, auch wenn diese schon einige Jahre zurückliegt. Kurz vor dem Abschluss steht der Umbau des Büchels, weitere Bauprojekte privater Investoren stehen in Kürze an. Dadurch werden weitere wesentliche Impulse für die städtebauliche Entwicklung in diesem Teil der Innenstadt gesetzt.

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(Avia-Luftbild, Aachen  Martin Jochum)

Diese sollten jedoch auch einhergehen mit gestalterischen Maßnahmen im öffentlichen Straßenraum, wobei heute die Nikolausstraße sowie die Mefferdatisstraße gestalterisch unbefriedigend sind. Beide haben den Charakter einer Rückseite, sowohl bezogen auf den Straßenraum, als auch – zumindest zum Teil – bezogen auf die Bebauung.

Noch wesentlich defizitärer stellt sich der Bereich der Antoniusstraße dar, der aufgrund seiner derzeitigen Nutzung keinen adäquaten Teil der Innenstadt bildet. Die Problemlage beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf die Art der Nutzung, sondern auch auf die Baustruktur. Es gibt einige Gebäude mit sehr geringer Höhe sowie einige Baulücken bzw. mindergenutzte Grundstücke (z.B. Parkplätze). Viele Gebäude sind darüber hinaus in einem schlechten baulichen Zustand. Dadurch sowie auch durch baustrukturelle Mängel sind in großen Teilen des Bereiches keine gesunden Wohnverhältnisse gegeben.

Im Rahmen der städtebaulichen Aufwertung der Aachener Innenstadt, die schrittweise seit vielen Jahren umgesetzt wird, soll die beschriebene positive Entwicklung nun auch auf den östlichen Bereich zwischen Nikolausstraße, Kleinkölnstraße, Großkölnstraße, Mefferdatisstraße und dem Bereich des heutigen Parkhauses ausgedehnt werden.

Das Gebiet soll sowohl strukturell, als auch bezüglich der Nutzung zu einem vollwertigen Teil der Innenstadt entwickelt werden. Neben den kerngebietstypischen Nutzungen wie Einzelhandel und Dienstleistungen soll in wesentlichem Umfang auch Wohnen ermöglicht werden, da dies ein prägendes Element der Aachener Innenstadt ist. Die in anderen Bereichen der City vorhandene Wohnnutzung trägt wesentlich zu einer Belebung bei und beugt damit einer Verödung vor.

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(Andreas Herrmann, Aachen)

Übergreifendes städtebauliches Ziel für den gesamten Bereich ist die Aufwertung, städtebauliche Neuordnung und Schaffung einer Kerngebietsnutzung mit einem hohen Anteil an Wohnungen. Daneben bestehen für die einzelnen Teilbereiche unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte: Einzelhandels- und Dienstleistungsnutzungen sowie Gastronomiebetriebe insbesondere in den Erdgeschossen entlang des Büchels, der Mefferdatis-, der Kleinköln-, der Großköln-, der Nikolausstraße sowie der westlichen Antoniusstraße mit Wohnnutzung in den Obergeschossen, Konzentration der Bordellbetriebe in der östlichen Hälfte der Antoniusstraße.